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Sehnde Paare trauen sich jetzt in der Museums-Tram
Aus der Region Region Hannover Sehnde Paare trauen sich jetzt in der Museums-Tram
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00:19 11.08.2018
Ein außergewöhnliches Ambiente: Diese 123 Jahre alte Tram (rechts) dient im Straßenbahnmuseum jetzt als Trauzimmer. Quelle: Stadt Sehnde
Wehmingen

Wenn Nicole Doms und Jan Schärling sich am 24. August feierlich das standesamtliche Jawort geben, tun sie das an einem außergewöhnlichen Ort – in einem Straßenbahnwagen, der einst Menschen in einer europäischen Metropole transportierte. Das Brautpaar wird dann das vierte sein, das im Straßenbahnmuseum bei Wehmingen in den Stand der Ehe tritt. Seit April dient dort ein restaurierter Waggon der Budapester Unter-Pflaster-Straßenbahn offiziell als Trauzimmer.

Die liebevoll restaurierte Tram ist ein Schmuckstück, stammt aus dem Jahr 1895, ist dunkelrot lackiert und hat einen Aufbau aus Holz. Und sie ist angesichts ihrer Schönheit und ihres stattlichen Alters auch ein Symbol für eine lang anhaltende und funktionierende Ehe, meint Sehndes Standesbeamtin Ayfer Tomen. Mit dem Angebot, sich in einer historischen Tram trauen zu lassen, greife die Stadt Sehnde den „Trend zum Außergewöhnlichen“ für den Hochzeitstag auf, sagt sie. Und damit treffe man offenbar genau den Geschmack junger Paare. Im Juni gab es die erste Trauung in der Tram, im Juli zwei weitere, und Ende August folgt bereits die vierte.

Im vergangenen Winter erst wurde die Idee laut, im beeindruckenden und historischen Ambiente des Hannoverschen Straßenbahnmuseums auf Hohenfels die Möglichkeit für Trauungen zu schaffen. Der Trägerverein des Museums fand die Idee prima, im Februar sagte auch der Rat der Stadt Ja. Und nun hat die Stadt ein Trauzimmer, das in Deutschland einzigartig sein dürfte. Bei Trauungen wird der 123 Jahre alte Straßenbahnwaggon stets mit Gestecken geschmückt. Standesbeamtin und Brautpaar sitzen ganz vorn im Abteil, dahinter die Gäste. Vor der Tram stehen Stehtische mit weißen Hussen und Blumen.

Für die Trauung in der Tram müssen die Brautleute extra in die Tasche greifen. 100 Euro kostet es, das besondere Ambiente zu nutzen. Das Geld werde vollständig an das Straßenbahnmuseum weitergereicht, sagt Tomen. Aber Museum und Stadt profitieren noch auf andere Weise. Denn schon vor Monaten war von einem Alleinstellungsmerkmal für Sehnde sowie von positiver Imagewerbung für Stadt und Museum die Rede. Tomen sieht das jetzt bestätigt. „Diese Idee war ein absoluter Treffer“, sagt sie.

Genauso verhält es sich ihrer Ansicht nach auch mit dem Regionalmuseum im Gutshof Rethmar. Dort gibt es schon seit einigen Jahren Trauungen. Im Juli zählte man die 75. Eheschließung in diesem Museum. Trauungen sind dort an jedem Freitag im Monat zwischen 14 und 17 Uhr möglich.

In der Budapester Untergrund-Straßenbahn auf Hohenfels können sich Brautleute von April bis Oktober immer an jedem vierten Freitag im Monat zwischen 10 und 13 Uhr das Jawort geben.

Von Achim Gückel

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