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Sehnde 350 Gäste bei Tagung zu Migration und Demenz
Aus der Region Region Hannover Sehnde 350 Gäste bei Tagung zu Migration und Demenz
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00:18 06.11.2017
Das Thema Migration und Demenz lockt rund 350 Gäste ins Klinikum Wahrendorff. Quelle: privat
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Köthenwald

In Deutschland leben derzeit rund 17,1 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Laut Schätzungen haben 140.000 bis 150.000 von ihnen Demenz. "Demenz ist bei älteren Menschen mit Migrationshintergrund häufig schwer festzustellen", erklärte Iris Tatjana Graef-Callies, Leitende Ärztin des Zentrums für Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Wahrendorff. Schwierigkeiten bei Diagnose, Therapie und Beratung würden häufig aufgrund von Sprachbarrieren auftreten und weil andere Kulturen oftmals ganz anders mit Krankheit umgingen.

Während des Symposiums stellten die eingeladenen Experten unter anderem Testverfahren zur Demenzdiagnostik bei Patienten mit Migrationshintergrund vor. Sie präsentierten zudem die Ergebnisse einer Studie mit Interviews mit betroffenen Familien.

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Die Idee zu dem Symposium war aus der praktischen Arbeit eines neuen Modellprojektes am Klinikum Wahrendorff entstanden: In einer Spezialsprechstunde für Migration und Demenz an der Psychiatrischen Institutsambulanz in Hannover bieten die Mitarbeiter Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für türkisch- und russischstämmige Patienten mit Demenz und kognitiven Störungen an.

Iris Tatjana Graef-Calliess und Oliver Rosenthal (rechts) vom Klinikum Wahrendorff diskutieren mit dem Referenten Prof.  Friedel M. Reischies, Ärztlicher Direktor der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Berlin. Quelle: privat

Von Katja Eggers