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Sehnde Trio besticht mit jugendlicher Frische
Aus der Region Region Hannover Sehnde Trio besticht mit jugendlicher Frische
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19:01 01.11.2015
Das Hammerstein-Trio mit Anite Stroh (Geige, von links) Gigi Ip (Klavier) und Antonio Roig Tarros (Cello) wird mit Bravorufen belohnt. Quelle: Sybille Heine
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Sehnde

Den Auftakt machte das international besetzte Hammerstein-Trio mit Anite Stroh (Violine), Gigi Ip (Klavier) und Antonio Roig Tarros (Cello). Die Stipendiaten der Organisation Yehudi Menuhin Live Music Now haben sich an der Hochschule für Musik und Theater kennengelernt und erfüllten mit ihrem Auftritt die mit der Förderung verbundene Verpflichtung, klassische Musik an ungewöhnliche Orte zu bringen und Menschen außerhalb von Konzertsälen zu erfreuen.

Das Trio besteht seit vier Jahren. Der Name Hammerstein-Trio habe nichts mit dem Musikwissenschaftler Reinhold Hammerstein zu tun, sondern sei symbolisch gemeint, erklärte die 20-jährige Stroh. „Hammer“ beziehe sich auf die Mechanik beim Hammerklavier, „Stein“ bedeute kompakt und unzerstörbar und verweise damit auf die musikalische Zukunft des Trios.

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Dieses hatte überwiegend spanische und südamerikanische Stücke zusammengestellt. Mit Rossini war auch ein italienischer Komponist vertreten. Seine Ouvertüre zum „Barbier von Sevilla“ machte den Auftakt. Der unflexible Anschlag beim elektrischen Klavier und das Nachhallen der Töne im Raum waren gewöhnungsbedürftig. Die Musiker spielten nicht ganz perfekt, aber vor allem in Bezug auf die Dynamik durchaus vielversprechend.

Hellwach, jung und frisch harmonierten sie bei Tomas Bretóns „Scherzo andaluz“ und Carlos GardelsPor Una Cabeza“ besonders gut und steigerten ihren Vortrag noch beim ersten Satz von Paul Schoenfields „Café Music“ mit rasenden Tempi. Der amerikanische Komponist verbindet Stilelemente von Klassik und Jazz mit einem Augenzwinkern. Das Stück schien wie geschaffen für die drei jungen Musiker, die für ihren Vortrag verdient mit Bravorufen belohnt wurden. Grandios war dann auch die Zugabe - ein rumänischer Volkstanz.

von Sybille Heine

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