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Sehnde Werkzeugsammler holen Schwergewichte ab
Aus der Region Region Hannover Sehnde Werkzeugsammler holen Schwergewichte ab
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16:23 30.01.2019
Manfred Müller (von links) vom DGB sowie Stefan Schaperjahn und Uwe Kuhställer vom Verein Arbeit und Dritte Welt schauen, dass die Kreissäge sicher auf der Abladefläche abgesetzt wird. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Den Werkzeugsammlern des DGB Sehnde sind mal wieder sprichwörtlich dicke Fische ins Netz gegangen. Bei Bauer Otto Bortfeld haben sie jetzt gleich zwei Schwergewichte abgeholt: eine rund 150 Kilo schwere Kreissäge und eine etwa 200 Kilo schwere Schnecke für einen Kalkstreuer. Mit dem Gerät wurde in der Vergangenheit Kalk auf die Felder aufgebracht. „Aber die letzten zehn Jahre war es nicht mehr im Einsatz und hat in meiner Scheune gelagert“, erklärte Bortfeld, dem die Schnecke gehörte.

Mit einem Miniradlader bugsierte der Landwirt das Gerät aus der Scheune und hob es dann behutsam auf die Ladefläche eines Transporters des Vereins Arbeit und Dritte Welt. Der Hildesheimer Verein bekommt schon seit Jahren regelmäßig von den Sehnder DGB-Senioren gebrauchte Werkzeuge und Geräte gespendet und lässt sie in seiner Werkstatt von Langzeitarbeitslosen aufarbeiten und anschließend in Entwicklungsländer verschicken.

Fingerspitzengefühl gefragt: Manfred Müller (von links) vom DGB, Landwirt Otto Bortfeld sowie Stefan Schaperjahn und Uwe Kuhställer verladen die landwirtschaftliche Schnecke. Quelle: Katja Eggers

Bortfelds Schnecke wird in der Werkstatt nun unter die Lupe genommen. In welchem afrikanischem Land sie später eingesetzt wird, konnte Stefan Schaperjahn vom Verein noch nicht sagen. „Wir gucken uns erstmal die Mechanik an“, sagte er. Auch die Zukunft der großen Kreissäge – sie ist eine Spende von Bauer Friedrich Saffe aus Ilten – ist noch ungewiss. Bortfeld hob sie mithilfe eines Frontladers auf die Ladefläche. Weil das Gerät schon sehr alt und die Aufarbeitung vermutlich sehr aufwändig sei, müsse eventuell an Recycling gedacht werden. „Wir trennen dann Holz und Metall für die Wiederverwertung“, erklärte Schaperjahn.

Und weil auf der Ladefläche trotz der beiden Schwergewichte noch ein wenig Platz war, verstauten Schaperjahn und sein Kollege Uwe Kuhställer dort auch gleich noch eine kleine Tischsäge. Alle drei Geräte wurden mit Gurten festgezurrt. „Und ab damit nach Afrika“, sagte Kuhställer und klappte fröhlich die Seitenteile des Transporters hoch.

Von Katja Eggers

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