Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Springe Alvesroder ist seit zehn Jahren Sprecher der Deutschen Bahn
Aus der Region Region Hannover Springe Alvesroder ist seit zehn Jahren Sprecher der Deutschen Bahn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:32 16.09.2019
Von Alvesrode in die Hauptstaudt: Achim Stauß lebt heute in Berlin. Aber da seine Mutter bis heute in dem Springer Ortsteil lebt, kommt der Bahn-Pressesprecher regelmäßig in die Deisterstadt. Quelle: Foto
Altenhagen I/Alvesrode

Stauß steht an der Spitze des Pressesprecherteams, vertritt nach außen den gesamten Konzern. „Du darfst nicht lügen. Aber du musst auch nicht alles sagen, was du weißt“: Als Achim Stauß bei seinem Vortrag in Altenhagen I erzählt, wie sein wichtigster Grundsatz für Journalistengespräche lautet, wird herzlich gelacht. Stauß gibt sich offen, präsentiert sich als guter Redner, der sowohl seine Worte als auch die Betonungen gezielt einsetzt. Die Teilnehmer des Männerfrühstücks, die anfangs noch über die täglichen Verspätungen und dauernden Pannen der Deutschen Bahn lachen, haben am Ende einen anderen Blick auf das Unternehmen, „das wie kein anderes in der Öffentlichkeit steht“ (Stauß) und sich geschickt zwischen wirtschaftlichen Zwängen und gesellschaftlichen Erwartungen bewegen muss. „Ich werfe mich leidenschaftlich vor das Unternehmen – auch wenn die Anlässe meist negativ besetzt sind“ gehört ebenfalls zu Stauß’ Sätzen, die in Erinnerung bleiben.

1982 Abitur im OHG abgelegt

Stauß stammt aus Alvesrode, hat 1982 am Otto-Hahn-Gymnasium sein Abitur gemacht. Sein Bruder Peter war bis 2011 Alvesrodes Ortsbürgermeister. Mutter Elfriede (87) ist der Grund, weswegen er verlässlich zweimal im Monat in den ICE Richtung Hannover steigt, dann die S-Bahn nach Völksen und den Bus nach Alvesrode nimmt und ein langes Wochenende im Elternhaus verbringt. Bei der Feuerwehr und dem VfV Concordia ist er passives Mitglied, auch zum Gesangverein Frohsinn gehört er bis heute, „und das, obwohl ich überhaupt nicht singen kann“.

Ja, Stauß hat ein Auto. Auf die Idee, mit seinem Kleinwagen nach Berlin zu fahren, komme er aber nie. Der Pkw ist und bleibt in Alvesrode. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauche er nur zweieinhalb Stunden, von Tür zu Tür. „Und das sind keine zweieinhalb Stunden, die man verliert. Das ist gewonnene Zeit“, erzählt er mit ansteckender Begeisterung. „Ganz ehrlich: Ich habe mich noch keine Sekunde in einem Zug gelangweilt.“

Seit 37 Jahren ist Stauß bei dem Konzern, der Deutschlands größter Stromabnehmer ist. 1987 war er Fahrdienstleiter in Bad Münder und stellte Weichen und Signale: „Keine schlechte Schule.“ Seit 15 Jahren gehört er zum Team der Pressesprecher, seit zehn Jahren ist er Sprecher des Gesamtkonzerns. Teilweise muss er sich vor 200.000 Mitarbeiter bundesweit stellen, manchmal auch vor die weiteren 100.000 im Ausland, „immer als Mittler zwischen der Bahn und der Öffentlichkeit“, immer sei sein Job, „die ganze Komplexität eines Großunternehmens auf einfache Botschaften herunterzubrechen“.

1000 Pressetermine organisieren Stauß und seine Kollegen jedes Jahr, täglich stellen sie zehn bis 15 Drehgenehmigungen aus und arbeiten sich durch Berge von weiteren Anfragen von Zeitungen, Magazinen oder auch Produktionsfirmen, die ein Musikvideo auf den Gleisen planen.

Lob vom Klassenlehrer

Als beim Männerfrühstück im Dorf-Kultur-Erbe in Altenhagen I die Frage aufkommt, was er von einem zweiten Bahnhof in der Springer Kernstadt hält, schweigt der Mann der gewählten Worte dennoch. Nur das: Es freue ihn, dass das Thema interessiere und überhaupt diskutiert werden dürfe. Vor einigen Jahrzehnten hätte die Bahn entschieden – und basta!

Am Ende gibt’s Applaus und ein Lob von Stauß’ früherem Klassenlehrer Hartmut Forberich. Achim Stauß sei schon damals ein guter Schüler gewesen – der sein Fahrziel klar vor Augen hatte.

Von Marita Scheffler

Damit für Springe künftig das alte SPR-Kennzeichen für alle Springer wiedereingeführt werden kann, hat die FDP jetzt einen entsprechenden Antrag für die drei Altkreise Neustadt am Rübenberge, Burgdorf und Springe an die Region gestellt. Eine Chance hat er jedoch nur, wenn alle Parteien dafür stimmen. Bürgermeister Springfeld hat seine Unterstützung bereits signalisiert.

15.09.2019

Angelika Schwager macht bei ihren Höhlenbefahrungen im Deister-Süntelgebiet spannende Entdeckungen in der Welt der Stalagmiten und Stalaktiten. In einem Vortrag hat sie jetzt davon berichtet.

15.09.2019

Bei der Kitaplatzvergabe hat die Stadt nach der Kritik der Eltern jetzt nachgebessert: Änderungen der Kriterien gibt es bei Altersgrenze und Meldefrist, Fahrtzeiten spielen keine Rolle. Am 25. September berät die Politik über die Vorschläge.

13.09.2019