Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Springe Lärmschutz: Bahn baut in drei Springer Ortsteilen
Aus der Region Region Hannover Springe Lärmschutz: Bahn baut in drei Springer Ortsteilen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 11.09.2019
Segen und Fluch: Die Anbindung von Kommunen an das Bahnnetz ist für Anlieger oft mit starkem Lärm verbunden. Für Menschen in Völksen, Bennigsen und Lüdersen soll es nun weiteren Schutz geben. Quelle: Foto: Archiv
Springe

Die Deutsche Bahn plant Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecke im Stadtgebiet. Das teilte die Verwaltung nun im Planungsausschuss mit. Konkret gehe es zunächst um die Ortsteile Völksen, Bennigsen und Lüdersen. Details sollen demnach bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung bekanntgegeben werden: Sie ist für Dienstag, 1. Oktober, im Otto-Hahn-Gymnasium geplant. Die Bahn wolle, so Planungschefin Susan Demelius, Anlieger in bis zu 300 Metern Entfernung zur Bahnstrecke persönlich einladen. Auf Anfrage von SPD-Ratsfrau Katrin Kreipe teilte Demelius außerdem mit, im kommenden Jahr solle es weitere Informationen zu den Plänen in der Kernstadt sowie im Bereich der Siedlung Dahle geben. Zwar regelt das Bundesimmissionsschutzgesetz schon seit 1974 die Lärmvorschriften für Bahnstrecken. Doch die Vorschriften gelten nicht für Strecken, die damals schon existierten – wie eben die zwischen Hameln und Hannover. Um auch dort Anwohner zu entlasten, gibt es vom Bund seit 20 Jahren ein freiwilliges Investitionsprogramm.

45 Kilometer Wände errichtet

Laut Deutscher Bahn wurden man mit diesen Geldern im vergangenen Jahr 45 Kilometer Schallschutzwände erstellt. Außerdem werden aus dem Topf Maßnahmen wie Schallschutzfenster finanziert. In der aktuellen Prioritätenliste ist der Abschnitt zwischen Springe und Lüdersen mit insgesamt zwölf einzelnen Vorhaben aufgelistet – diese sind jeweils zwischen 100 Meter und zwei Kilometer lang. Insgesamt wollen die Verantwortlichen demnach auf 5,2 Kilometern Lärmschutzmaßnahmen durchführen. Zum Jahresbeginn war ein neues Lärmsanierungskonzept in Kraft getreten. Durch neue Berechnungen habe sich laut Bund der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken um rund 2800 Kilometer auf 6500 Kilometer erhöht und umfasse 2200 Kommunen.

Von Christian Zett