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Springe Bauboom in Springe
Aus der Region Region Hannover Springe Bauboom in Springe
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17:01 07.06.2019
Springe wächst rasant. Quelle: PANORAMO.de
Springe

Wächst die Deisterstadt in der gleichen Geschwindigkeit weiter, dürfte der Markt schon in wenigen Jahren gesättigt sein. „Wir können uns also von der Vorstellung lösen, dass wir noch wahnsinnig große Baugebiete brauchen“, diagnostizierte Elke Thielmann-Dittert (Grüne) im Planungsausschuss mit Blick auf die Zahlen. „Ich habe auch gestutzt, wie viel zuletzt bereits passiert ist“, meinte der Ausschussvorsitzende Friedrich Mattiszik. Er hatte die Stadtverwaltung zuvor um Zahlen gebeten, „um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo wir Prioritäten setzen müssen“. Bislang hätten die Politiker bei jeder Diskussion „im Nebel stochern“ müssen.

Die Region hatte kürzlich stichhaltige Werte für Springe ermittelt, wie viele Einfamilienhäuser und Wohnungen fehlen. Der Fachmann benutzt den Sammelbegriff „Wohneinheiten“. Das Ergebnis war: Es gibt 225 Einfamilienhäuser plus 225 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zu wenig. Die Region musste allerdings auf Zahlen aus dem Jahr 2016 zurückgreifen. Der städtische Bau-Chef Jörg Klostermann und seine Mitarbeiter haben diese Tabelle jetzt fortgeschrieben.

Demnach sind im Jahr 2017 genau 76 Wohneinheiten entstanden (57 in Einfamilienhäusern, 19 in Mehrfamilienhäusern). Im Jahr 2018 waren es 61 Wohneinheiten (33, 28). In diesem Jahr sollen es 85 werden (36, 49). Der Fehlbedarf reduziert sich damit auf 99 Einfamilienhäuser und 129 Wohnungen in größeren Gebäuden.

Mehrere Projekte sind allerdings in Planung und werden von der Verwaltung als zeitnah realisierbar eingestuft – alle in Bennigsen sowie in der Kernstadt. Es handelt sich um das große Neubaugebiet Zur Schille (86 Wohneinheiten; davon 58 in Einfamilienhäuser) sowie die beiden kleinen Baugebiete Buchenweg (acht Einfamilienhäuser) und Medefelder Straße (elf Einfamilienhäuser) in Bennigsen. Auf dem Gelände des früheren NP-Marktes am Kalkwerk in Springe wird mit 48 neuen Wohnungen kalkuliert.

Bleibt ein Minus von 75 Wohnungen – 22 davon in Einfamilienhäusern, 53 in Mehrfamilienhäusern. Wo die entstehen könnten, dafür sieht Klostermann etliche Möglichkeiten: In Bennigsen könnte das Baugebiet Volkmisser Rehr entstehen, in Gestorf Voges Garten verwirklicht werden, in Lüdersen gibt es Pläne für eine Neubebauung unterhalb der Kirche. Und für Springe taucht das Neubaugebiet Mühlenanger in der Liste auf: Es handelt sich dabei um das Feld neben dem Neuen Friedhof, das nicht den Projektnamen Am Friedhof haben soll.

Klostermann hatte aber noch eine weitere Überraschung parat: Die Verwaltung sei bei der Erstellung eines Baulückenkatasters einen großen Schritt vorangekommen. Er könne jetzt mitteilen, dass es 260 Baulücken im Stadtgebiet gibt – alles Flächen, für die bereits Baurecht besteht. „Das ist unser ruhendes Potenzial“, so Klostermann. Wichtig zu wissen sei aber auch, „dass wir vor allem in der Kernstadt eine weitere Bebauung brauchen“.

Von Marita Scheffler

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