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Springe Hortgebühren werden nicht erhöht
Aus der Region Region Hannover Springe Hortgebühren werden nicht erhöht
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17:27 17.09.2019
 Burgen zusammenpuzzeln und Bauklötzchen stapeln: Eltern sollen sich weiter leisten können, dass ihr Kind im Hort spielt. Quelle: Monika Skolimowska/dpa
Springe

Die Berechnungen stimmen – aber die Erhöhung würde zu stark ausfallen. Das sagt Bürgermeister Christian Springfeld zum geplanten Anstieg des Elternbeitrages für die Hortbetreuung. Damit ist die Erhöhung vom Tisch. Zumindest erst einmal.

Eigentlich sollte der Schulausschuss an diesem Abend über die von der Verwaltung ausgearbeitete Vorlage zur Anhebung der Gebühren für die Betreuung entscheiden. Die Stadt zieht die Vorlage aber „in ihrer jetzigen Form zurück“, sagt Springfeld. Grund ist seinen Angaben zufolge die künftige Höhe des Beitrages. „Die wäre ja kein Pappenstiel“, räumt der Bürgermeister ein. Ziel sei nun, dass eine Beitragsanpassung „besser gestaltet“ werde, und zwar „gemeinsam mit der Politik“. Mit der wolle die Verwaltung nun gemeinsam den „Kostendeckungsgrad ausloten“.

Verwaltung hat richtig gerechnet

Zugleich stellt Springfeld aber auch heraus, dass die Verwaltung durchaus richtig gerechnet habe – aber viele Eltern hätte die Anhebung durchaus vor Probleme stellen können.

Der Bürgermeister hofft, dass eine neue Vorlage im kommenden Sozialausschuss vorgestellt werden kann. „Wir müssen da jetzt aber auch nichts über das Knie brechen“, sagt Springfeld.

Gelten könnten die neuen Gebühren dann ab dem Kindergartenjahr 2020/21, „dann hätten alle genug Zeit, sich darauf einzustellen“.

Laut Vorlage sollte der Elternbeitrag um 82 Euro steigen

In der ursprünglichen Vorlage der Verwaltung war vorgesehen, dass der Elternbeitrag von jetzt 141 Euro um 82 Euro auf 223 Euro angehoben wird. Als Grund hatte das Rathaus angeführt, dass der Elternbeitrag derzeit nicht ausreichend ist, um die Personal- und Sachkosten für die Hortbetreuung zu decken.

Die Pläne stießen jedoch kurz nach Bekanntwerden auf deutliche Kritik von Eltern: In ihren Augen war eine Erhöhung um rund 60 Prozent zu hoch und wäre in den Augen der Kritiker von vielen Familien nicht mehr bezahlbar gewesen.

Von Ralf T. Mischer