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Springe Landesforsten ernten mit Hochdruck Holz
Aus der Region Region Hannover Springe Landesforsten ernten mit Hochdruck Holz
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19:21 25.01.2019
Wenn Waldbesucher sehen, dass die Ernte im Gang ist, müssen sie unbedingt aufpassen Quelle: FOTO
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Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer atmet auf: Endlich sind die Erntebedingungen für Laubholz im Deisterwald ideal. Deshalb sind derzeit all seine Mitarbeiter im Holzernteeinsatz – mit Hochdruck. Denn niemand weiß, wie lange das Frostwetter anhält, das für die Ernte besonders gute Bedingungen schafft.

„Die klaren Frosttage sind für uns ein Geschenk“, erläutert der Forstamtschef: Der Boden ist durchgefroren, was dazu führe, dass die Erntefahrzeuge auf den Forstwegen und Rückegassen keine Spuren hinterlassen. Und auch der Markt für Laubholz sei momentan aufnahmefähig. Boele-Keimer sagt: „Unsere Kunden warten.“ Ergo sind die Mitarbeiter der Landesforsten voll im Einsatz. Auch, weil etwa Buchen nur dann ideal geerntet werden können, wenn sie keinen Saft führen, weil draußen frostige Temperaturen herrschen.

„Die Moral der Truppe ist auch gut“, unterstreicht Boele-Keimer. Denn anders als bei der Nadelholzernte, die wegen des Borkenkäferbefalls ein Wettlauf gegen die Zeit war, haben die Forstwirte diesmal nicht das Gefühl, diesen Wettlauf zu verlieren. Wegen der großen Hitze und der langen Trockenheit hat sich der Borkenkäfer im Nadelholz im vergangenen Jahr massiv vermehrt. Um eine weitere Ausbreitung im kommenden Jahr einzudämmen, wollten die Förster befallene Bäume so rasch wie möglich aus dem Wald holen.

Trotz der Gegenmaßnahmen fürchtet Boele-Keimer von den Landesforsten, dass der Borkenkäfer im Frühjahr wieder massive Probleme machen wird. Immerhin sind im vergangenen Jahr im Deister drei Borkenkäfergenerationen geboren worden. Experten rechnen in solchen Fällen mit einer Vertausendfachung der Population. Wenn alle überleben, erwachen sie im Frühjahr mit einem ziemlich großen Appetit auf Nadelhölzer.

Aufgrund der aktuellen Ernte sind eine Menge Fahrzeuge im Einsatz. Und: Wo gesägt wird, da fallen auch Späne. Deshalb bittet der Forstamtsleiter Waldbesucher um Verständnis dafür, dass es zuweilen mal etwas lauter im Wald wird. Und bittet eindringlich darum, dass sich Erholungssuchende unbedingt an mögliche Verbots- oder Gebotsschilder halten, die während der Erntezeit das Betreten von ganzen Wegen untersagen können. „Daran sollte sich jeder und jede unbedingt halten, das Betreten von Waldabschnitten, in denen die Ernte läuft, kann lebensgefährlich sein.“

Laut Wetterbericht könnte das Frostwetter übrigens bereits morgen – zumindest tagsüber – ein jähes Ende finden. Der Forstamtsleiter gibt die Hoffnung aber nicht auf: „Wir wünschen uns weiterhin kühle Witterungsbedingungen.“

Von Ralf T. Mischer

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