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Springe Lebenshilfe muss sich neu aufstellen
Aus der Region Region Hannover Springe Lebenshilfe muss sich neu aufstellen
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12:29 17.09.2019
Der Neubau an der Heidstraße: Anders als ursprünglich geplant soll die Verwaltung dort aber nicht einziehen.
Springe

In einem ersten Schritt werden nun die Pläne für den Aufbau einer Wäscherei und einer Küche komplett – und dauerhaft – auf Eis gelegt. „Die Investitionen dafür sind einfach zu hoch, es wäre nicht umsetzbar“, sagt Melzer-Krieger. Gebremst wurde außerdem der Umbau der ehemaligen Sparkassen-Filiale am Oberntor, die der Verein gekauft hatte. „Wir müssen jetzt eins nach dem anderen angehen.“ Denn an bereits laufenden Projekten mangelt es dem Verein nicht, das zeigt sich aktuell auch an der Heidstraße. Dort investiert die Lebenshilfe etwa 1,9 Millionen Euro.

In einem der beiden Neubauten soll eine Wohngruppe mit acht Plätzen entstehen, in dem anderen Haus soll die neu eingerichtete Beratungsstelle untergebracht werden. Einziehen sollten hier aber auch Mitarbeiter aus der Verwaltung, die sich derzeit im Haus an der Straße Auf dem Bruche befindet. Letzteres wird nun nicht mehr geschehen – Hintergrund ist ein neuer Dienstleistungsvertrag mit der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW). Die Springer Lebenshilfe hatte den Partner um Unterstützung gebeten und will künftig Aufgaben wie etwa die Buchhaltung an die PLSW nach Stadthagen abgeben. Heißt im Umkehrschluss: In Springe werden ein bis zwei Arbeitsplätze wegefallen. Die Raumnot in der Verwaltung entspannt sich – und der Bedarf nach größeren Räumen ist vom Tisch. „Stattdessen überlegen wir, die Räume an Freiberufler zu vermieten“, so Melzer-Krieger.

Übernahme nicht geplant

Gleichzeitig stellt sie aber klar, dass eine Übernahme der heimischen Lebenshilfe durch den PLSW nicht zur Diskussion steht – Springe soll auch in Zukunft eigenständig bleiben. Der Verein sei selbst auf die PLSW zugegangen und habe sich Hilfe geholt – auch als es darum ging, die Heimleitung neu zu besetzen. Der neue Vollzeitmitarbeiter konnte in Kooperation mit der PLSW nun seinen Vertrag in Springe unterschreiben.

„Darüber sind wir sehr froh; es müssen nun klare Strukturen aufgebaut werden, und es muss versucht werden, Stabilität reinzubringen“,so Melzer-Krieger Denn: Die Lebenshilfe leidet massiv unter dem Fachkräftemangel. Zum einen sei die Einrichtung in Springe für viele Bewerber zu klein, zum anderen könne der Verein keine „Unsummen“ an Gehältern zahlen. Ohnehin müsse sich der Verein Gedanken machen, wie er in Zukunft weiter bestehen kann – ob als eingetragener Verein oder möglicherweise auch als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Im Januar hatte der Geschäftsführer der Lebenshilfe gekündigt. Die Leitung hat Regine Melzer-Krieger kommissarisch übernommen. Unterstützt wird sie dabei von zwei weiteren geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern. Doch der Rückzug des ehemaligen Geschäftsführers sorgte während der Mitgliederversammlung für einige Diskussion. Offenbar muss der Verein nach einer unsauberen Buchhaltung nun, deutlich nacharbeiten. Hinzu komme, dass ein Steuerberater den Verein offenbar falsch beraten habe, sodass auch hier Gelder nachgezahlt werden mussten – die Liquidität schien gefährdet. „Jetzt erklärt sich auch, weshalb sich die Jahresabschlüsse für die Jahre 2017 und 2018 so hinausgezögert haben“, stellt Melzer-Krieger fest. „Hätte man sie rechtzeitig fertiggestellt, wäre schon damals eine gewisse Schieflage zu erkennen gewesen, der man rechtzeitig hätte gegensteuern können.“ Statt aber Projekte auf Eis zu legen, wurde der Ausbau vorangetrieben. „Wir müssen noch an vielen Stellschrauben stark nachjustieren“, so Melzer-Krieger

Wahl mit Gegenstimmen

In geheimer Wahl wurde die Vorsitzende Regine Melzer-Krieger mit 39 Jastimmen im Amt bestätigt, sie erhielt allerdings auch 13 Gegenstimmen, drei Mitglieder enthielten sich. Ihre Stellvertreterin Wiebke Banse bekam bei 41 Jastimmen 14 Gegenstimmen. Für Gabi Zimmer als Schatzmeisterin entschieden sich 44 Mitglieder, acht stimmten gegen ihre Wiederwahl, drei enthielten sich.

Von Reinhold Krause und Saskia Helmbrecht

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