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Springe Nabu stellt in Ausstellung Schottergärten Blühoasen gegenüber
Aus der Region Region Hannover Springe Nabu stellt in Ausstellung Schottergärten Blühoasen gegenüber
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11:26 13.09.2019
Rita Nickel vom Nabu stellt die neue Ausstellung vor. Quelle: Foto Saskia Helmbrecht
Springe

„Schotter gehört ins Gleisbett“: Wer die neue Ausstellung des Naturschutzbunds im Museum betritt, der sieht erst einmal Grau – viel Grau. Auf den ersten Bildern, die an der Wand hängen, sind Fotos von trostlosen Schottergärten zu sehen.

Wenige Meter weiter wird es bunt, fröhlich und lebendig, wenn Schmetterlinge über grüne Erholungsoasen fliegen. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Nabu hat die Ortsgruppe in Springe eine Ausstellung auf die Beine gestellt.

Ein Jahr lang Gärten fotografiert

Gezeigt werden Fotos aus Barsinghausen, die Elke Steinhoff geschossen hat. „Dahinter steckt eine Wahnsinnsarbeit“, weiß die Nabu-Vorsitzende Rita Nickel. Mehr als ein Jahr lang hat Steinhoff verschiedene Gärten fotografiert. „Schottergärten sind eine Modeerscheinung, aber man muss ja nicht jeden Trend mitmachen.“ Heute solle der Garten vor allem pflegeleicht sein und wenig Arbeit machen. Dabei sei es sogar rechtswidrig, Grünflächen durch Schotter und Pflaster zu ersetzen. Nach der Landesbauordnung müssen nicht überbaubare Teile des Grundstücks als Grünfläche gestaltet werden. Außerdem hätten teure Schotterflächen auch viele Nachteile – und seien auf Dauer gar nicht so pflegeleicht, wie viele vielleicht annehmen, so Nickel.

In der Ausstellung soll daher der Kontrast zwischen den eher grauen Gärten im Gegensatz zu den farbenfroh blühenden Gärten gezeigt werden. „Letztere haben eine sehr beruhigende Wirkung.“

Naturfotos, Nistkästen und eine Eierschau

Vorbei an den Fotos von Stiefmütterchen, Krokussen und Co. finden die Besucher außerdem in einer Glasvitrine eine Eierschau. Die Eier stammen zum großen Teil aus Zoobeständen – etwa von Strauß, Uhu, Wachtel oder von der Singdrossel. Zusammengestellt wurden die Exponate von Brigitte Rühmekorf aus Springe. Außerdem sind zahlreiche Naturfotos von Anke Horst ausgestellt. Andere Ausstellungsstücke drehen sich um Bienen oder Fledermäuse. Auch Nistkästen sind zu sehen. „Wir wollen einen Überblick darüber geben, was der Nabu macht“, so Nickel.

Eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Sonntag um 11 Uhr – sie ist bis zum 6. Oktober im Museum zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung wird Olaf von Drachenfels am 29. September um 11 Uhr einen Vortrag über „Lebendige Gärten – Blütenpracht statt Schotterwüsten“ halten.

Von Saskia Helmbrecht