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Springe OHG: Zwei Gutachten sollen den Weg weisen
Aus der Region Region Hannover Springe OHG: Zwei Gutachten sollen den Weg weisen
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18:36 25.11.2018
Neubau oder Sanierung? Diese Frage soll mit einem Gutachten abschließend geklärt werden. Quelle: Saskia Helmbrecht
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Dem Otto-Hahn-Gymnasium stehen wichtige Weichenstellungen bevor: 2019 sollen gleich zwei Gutachten den Weg zu einem neuen Konzept und womöglich zu einem neuen Gebäude weisen. Eine zentrale Frage dabei: Muss das Schulzentrum Süd neu gebaut werden?

Eine Grundlage für alle weiteren Überlegungen soll laut Fachbereichsleiterin Hanna Kahle das Konzept „OHG 2030“ sein, das bereits vor gut einem Jahr vorgestellt worden war. Damals hatten sich Eltern und Lehrer gemeinsam Gedanken darüber gemacht, wie sie sich ihre Schule im Jahr 2030 vorstellen.

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Montag-Stiftungen unterstützen

„Auf dieser Basis soll es jetzt weitergehen“, sagt Kahle. Ziel sei es, gemeinsam mit allen Beteiligten und unterstützt von den gemeinnützigen Montag-Stiftungen aus Bonn, in eine sogenannte „Phase Null“ zu starten. Darunter verstehen die Stiftungsexperten die Phase der Weichenstellung, in der entschieden werden muss, wohin man mit einer Schule will. Am Ende soll ein Konzept stehen, das verschiedene Fragen beantwortet, so Kahle: „Wie stellen sich Schule und Träger die Arbeit vor?“ Aber auch finanzielle und planerische Aspekte spielen eine Rolle. Schließlich wolle man dann Klarheit haben, ob das neu erarbeitete OHG-Konzept in den bestehenden und in angepassten und sanierten Räumen umsetzbar wäre: „Oder ob wir über einen kompletten Neubau reden.“

Die Erstellung des Konzepts hat die Stadt laut Kahle bereits ausgeschrieben – „wir warten jetzt auf verschiedene Angebote.“ Bis dahin will sie noch nichts zu den exakten Kosten sagen: Das Geld stehe aber im Haushalt aus einem Topf für Gebäudeplanung bereits zur Verfügung.

Reinhardt fordert einen Schlussstrich

Parallel will die Stadt auch die Bausubstanz des Schulzentrums analysieren lassen: In welchem Zustand ist das Gebäude insgesamt? Hat es einen Punkt erreicht, an dem Abriss und Neubau wirtschaftlicher wären als die Sanierung? Zwar waren ins OHG in den vergangenen Jahren Millionen für Dämmung und Reparaturen geflossen. Auch aktuell stehen noch Arbeiten an– etwa an der Beleuchtung. Trotzdem fordert etwa SPD-Fraktionschef Bastian Reinhardt schon jetzt, einen Schlussstrich zu ziehen und den Neubau anzupeilen.

Zusammen mit der CDU haben die Sozialdemokraten deshalb weitere 100 000 Euro für genau eine solche Analyse für 2019 beantragt. Nach dem Bau- und dem Schulausschuss ist die Summe am Mittwoch (17 Uhr, Schulzentrum Süd) noch mal Thema im Finanzausschuss – als Teil der gesamten Haushaltsberatungen.

Von Christian Zett