Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Springe Marode Gebäude: Stadt muss 162 Millionen investieren
Aus der Region Region Hannover Springe Marode Gebäude: Stadt muss 162 Millionen investieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:09 31.07.2019
Sanierung für 20 Millionen Euro? Die Grundschule am Ebersberg ist stark veraltet. Quelle: Foto
Springe

Dass die Stadt etliche millionenschwere Bauprojekte vor der Brust hat, ist bekannt. Aber dass es so teuer werden könnte, überrascht dann doch: SPD-Fraktionschef Bastian Reinhardt hat die wichtigsten 14 Maßnahmen mit Zahlen unterfüttert und kommt auf 162 Millionen Euro, die in den kommenden Jahren investiert werden müssen. Die Zahlen seien nicht einfach so gegriffen, sondern durchaus belastbar, sagt Reinhardt. Zu 100 Prozent genau könnten sie zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sein.

Den Um- beziehungsweise Neubau der Grundschule Bennigsen beziffert er mit 18 Millionen Euro. Für die Baumaßnahmen an der IGS Springe hält er 20 Millionen Euro für realistisch. Neu sind dagegen die Schätzungen, was die Sanierung des sehr in die Jahre gekommenen Otto-Hahn-Gymnasiums und der ebenfalls alten Grundschule am Ebersberg kosten könnte: Für das OHG setzt Reinhardt die Messlatte bei 65 Millionen, für die Ebersberg-Grundschule bei 20 Millionen Euro an.

Für den angestrebten Rathausneubau samt Altgebäudeerweiterung liegen bereits Kalkulationen vor. Volumen: 20 Millionen Euro. In Reinhardts Übersicht tauchen außerdem die Vergrößerung der DRK-Kita Gestorf (1,5 Millionen) und das Projekt Groß-Kita Harmsmühlenstraße Springe (6 Millionen Euro) auf. Außerdem listet er den Neubau mehrerer Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen auf. Dazu gehören Eldagsen mit 3,5 Millionen und Altenhagen mit 2 Millionen Euro – für beide soll Baustart im kommenden Jahr sein. In absehbarer Zeit stehen bauliche Veränderungen an weiteren fünf Feuerwehrunterkünften an; zum Beispiel Alferde, Boitzum und Völksen. Geschätzter Investitionsbedarf: zusammen 6 Millionen Euro.Der städtische Bauchef Jörg Klostermann spricht von „nachvollziehbaren Schätzungen“. Über 5 bis 10 Millionen könne man sich sicherlich streiten, utopisch sei das Zahlenwerk von Reinhardt aber nicht.

Von Marita Scheffler