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Springe Sanierung in Eldagsen: Bürger stehen hinter den Ideen des Beirats
Aus der Region Region Hannover Springe Sanierung in Eldagsen: Bürger stehen hinter den Ideen des Beirats
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00:20 02.03.2019
In der Wallstraße in Eldagsen laufen bereits erste Arbeiten. Anfang März wird es ernst mit der Sanierung und Umgestaltung der Straße – dann rollen Bagger an. Quelle: Foto
Eldagsen

Es ist das zweitgrößte Bauprojekt nach der Neugestaltung des Kirchplatzes, sagte Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf bei der Sitzung des Sanierungsbeirats. Im Detail sind für die Wallstraße und Am namenlosen Knick jeweils drei Monate Bauzeit eingeplant, für den Platz an der Senfmühle sind es zwei Monate. Der geplante Infopavillon am Mühlrad wird erst nach der Fertigstellung der Arbeiten aufgestellt. Das gesamte Projekt soll – inklusive der Nacharbeiten – im März 2020 beendet sein. Die Anlieger sind bereits informiert, sagte Stadtmitarbeiterin Sabine Hehne: Der Fußgängerweg durch die Baustelle werde so weit wie möglich aufrechterhalten.

Die Kosten für dieses Projekt fallen allerdings höher aus als vor Beginn der Planungen 2009 errechnet. Das mindert allerdings den Anteil der Fördermittel, da die Mehrkosten nicht durch diese Töpfe gedeckt seien.

Bei der öffentlichen Sitzung des Sanierungsbeirates im Ratskeller herrschte Andrang – der Tagungsraum platzte fast aus allen Nähten, weil mehr als 50 Eldagser Interesse an den Um- und Ausbauarbeiten im Gehlenbachort zeigten.

Das überraschte selbst die Mitglieder des Beirates, die bereits zum 24. Mal öffentlich tagten. Sie sind die Macher für ein modernes Eldagsen – und haben die Bürger auf ihrer Seite: Es gab kaum Kritik aus den Reihen der Anwesenden, und wenn doch, dann war es mehr als Empfehlung gedacht. Die Mitglieder des Sanierungsbeirates geben die Vorschläge an die Fachleute weiter: Denn die Stadtsanierung hate viele Väter – neben der Stadtplanung im Springer Rathaus sind das auch Uwe Mussgnug vom Sanierungsträger Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), der beauftragte Landschaftsarchitekt Christoph Schwahn sowie aktuell auch Stefan Rehse, Geschäftsführer der Rehse-Gruppe, der sich planerisch für Eldagsens neue Mitte, eine Neugestaltung des Areals Lange Straße 65–65b und dahinter, einsetzt. Die Feinheiten des Filetstücks der Eldagser wurden im Konzept noch einmal überarbeitet, man rechnet 2020 mit dem Baubeginn. Das Fachwerkhaus auf dem Gelände bleibt ebenso wie die Volksbank bestehen. Der alte Baumbestand wird vorher nochmals begutachtet.

Das Grundstück Lange Straße  88a mit dem maroden Gebäude steht vor einem Verkauf an die Stadt, berichtete Rohlf, nun gehe es an die Planung der Umgestaltung. Ein Gebäudeneubau sei hier nicht mehr geplant, vielmehr wird man zu einer weiteren grünen Freifläche mit Parkplätzen tendieren. Bei der Umgestaltung der Pfarrstraße im Einmündungsbereich Lange Straße fand die Variante mit Umsetzung des Gedenksteins auf einen Sockel wie auch der Verzicht auf Sitzgelegenheiten wegen des Verkehrslärms breite Zustimmung unter den Anwesenden.

Von Reinhold Krause