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Springe So geht es mit den Schulbauten voran
Aus der Region Region Hannover Springe So geht es mit den Schulbauten voran
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19:28 31.01.2019
Um den Schulbetrieb sicherzustellen, laufen derzeit zahlreiche Baumaßnahmen im OHG. Gleichzeitig ist aber noch unklar, wie es überhaupt mit dem Gebäude weitergehen wird. Die neuen Mobilbauten stehen bereits. Quelle: Ralf T. Mischer
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Springe/Bennigsen/Eldagsen

OHG, IGS, Grundschule Bennigsen - an Großprojekten mangelt es der Stadt derzeit nicht. Wo geht's voran und wo hakt es? Das hat Hochbauamts-Chef Reinhard Borchardt jetzt den Mitgliedern des Bauausschusses vorgestellt. Ein Überblick.

Grundschule Bennigsen

Im Mai vergangenen Jahres hatte die Stadt den Bauantrag für die Grundschule Bennigsen eingereicht. Noch wartet die Verwaltung aber auf die Baugenehmigung für den Rohbau. Die liegt derzeit noch bei der Region Hannover. Bevor keine Genehmigung vorliegt, kann die Stadt nicht ausschreiben.

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„Das liegt nicht an unserer Bauaufsicht“, betonte Borchardt während der Sitzung mehrfach. Nachbessern musste die Stadt noch beim Brandschutz. Bevor noch keine Genehmigung vorliegt – und die Ausschreibungsergebnisse unklar sind – will er sich mit einem Zeitplan noch zurückhalten. Der Abriss ist bereits gestartet.

Integrierte Gesamtschule

Der Bauantrag für die Sanierung und Erweiterung der IGS wurde Anfang Dezember eingereicht. Auch hier liegt der Stadt noch keine Genehmigung vor. Planungsbüros arbeiten derzeit an ihren Plänen für das Bauvorhaben.

Grundschule Völksen

Während der Herbstferien wurden die Fluchtwege in der Grundschule Völksen angepasst. Auch hier wartet die Stadt auf eine Genehmigung – dieses Mal allerdings von der Statik, für den Fluchtwegbalkon.

Grundschule hinter der Burg und Eldagsen

Um die Aula herum wurden die Fassaden energetisch saniert. Die Arbeiten sind, so Borchardt, bereits komplett abgeschlossen. Auch in der Grundschule Eldagsen wurden Fenster an der Aula ausgetauscht – zwecks energetischer Sanierung. Auch die Arbeiten an der Ostfassade seien abgeschlossen. Kleinere Restarbeiten, etwa von einem Maler, würden in Abstimmung mit der Schulleitung erledigt.

Otto-Hahn-Gymnasium

Die größten Baumaßnahmen laufen derzeit im Otto-Hahn-Gymnasium in Springe. Die gute Nachricht: Die neuen Container stehen. Im Februar sollen die Arbeiten dort komplett abgeschlossen sein, so Borchardt. „Damit ging es jetzt ja doch recht schnell. Entsprechen die Mobilbauten denn auch den Erwartungen?“, hakte Ratsmitglied Ulrich Kalinowski (CDU) während der Sitzung nach. „Ja, aber man muss auch sagen, dass es in einem Mobilbau keine Architektur gibt und er als Übergang nur eine Ausweichmöglichkeit ist“, entgegnete Borchardt. Gleichzeitig arbeitet die Stadt derzeit zahlreiche Baustellen im Schulzentrum Süd Schritt für Schritt ab. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des Flachdaches an der Bibliothek – dort kam 2017 das Wasser durch die Decke. Weitere Schäden drohen im L-, M- und P-Trakt. Auch hier ist das Dach an gleich mehreren Stellen undicht. Aus Sicherheitsgründen muss das Flachdach nach jetzigem Stand komplett saniert werden, damit Schüler den Gebäudeteil auch weiterhin noch nutzen können. Die Sanierung ist für dieses Jahr geplant.

Im Frühjahr muss nach dem Wasserschaden in der Aula die Eingangsfassade ausgetauscht werden. Mit der Erneuerung wurden auch die Türen mit Panikvorrichtungen ausgerüstet, um den Brandschutz für Fluchttüren zu erfüllen. „Wird jetzt nur noch das Notwendigste gemacht?“, fragte Kalinowksi nach. „Wir sichern damit den Schulbetrieb, Maßnahmen zur energetischen Sanierung führen wir nicht mehr durch, weil wir nicht wissen, was vom Gebäude später mal erhalten bleiben wird“, entgegnete Borchardt.

Das sagt die Schulleitung

Bei OHG-Schulleiterin Kerstin Prietzel meldeten sich zwei Stimmen zu Wort, wie sie ausführte. „Die eine sagt mir, dass der Schulbetrieb gesichert werden muss, eine komplette Schließung der Trakte L, M und P können wir uns nicht leisten. Doch die andere Stimme sagt ,Oh mein Gott‘, denn ich hoffe, dass die jetzt laufenden Baumaßnahmen keine Vorentscheidung zur Zukunft des Gebäudes bedeuten.“ Das sei aber nicht der Fall, habe die Stadt ihr versichert – dieser Aussage will sie vertrauen. „Es ist für alle Beteiligten gerade eine schwierige Phase, aber ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Stadt und der Montagsstiftung den richtigen Weg gehen.“ Klar ist aber auch: Auf Dauer gehe das so nicht weiter. „Ich erwarte, dass innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Vorentscheidung getroffen wird.“ Dann müsse feststehen, wie es mit dem OHG weitergeht.

Von Saskia Helmbrecht