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Springe So soll das WLAN-Netz wachsen
Aus der Region Region Hannover Springe So soll das WLAN-Netz wachsen
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18:22 19.11.2019
Auch am Rathaus auf dem Burghof soll künftig ein kostenloses WLAN-Netz angeboten werden.      Quelle: Ralf T. Mischer
Springe/Bad Münder

Mehr Netz für die Bürger: Die Stadt will mit von der EU bewilligten Fördergeldern weitere öffentliche und kostenlose Funkzugänge zum Internet schaffen. Ein sogenanntes WLAN-Netz soll am Rathaus auf dem Burghof entstehen. Aber auch das Hallenbad könnte so attraktiver gemacht werden, überlegt Wirtschaftsförderer Daniel Behrens.

Erstmals für den Fördertopf beworben

15 000 Euro aus dem Fördertopf WiFi4EU fließen nach Springe: Die Stadt hatte sich auf Anregung der CDU-Ratsfraktion erstmals um die Unterstützung beworben. In der dritten Vergaberunde waren europaweit 2800 Kommunen erfolgreich, darunter auch der Nachbar Bad Münder. Entscheidend sei bei der Vergabe laut Stadt nicht nur die schnelle Bewerbung gewesen: Die Fördergelder würden auch „unter Berücksichtigung der geografischen Verteilung der Gemeinden sowie bestimmten Länderquoten ausgewählt“.

Dass es in Springe – etwa in der Innenstadt – bereits öffentliche Internetzugänge der Initiative Freifunk gibt (Mehr unter: www.facebook.com/FreifunkInSpringe/), wolle und müsse man berücksichtigen, so Behrens: Städtische Konkurrenz solle das ehrenamtlich betriebene Freifunk-Netz nicht bekommen. Außerdem stehe in den Förderrichtlinien, dass ein neues Netz nicht dort eingerichtet werden dürfe, wo es bereits ein solches Angebot gibt.

Rathaus ist als Internetzugang „gesetzt“

Genaue Standortvorschläge will die Stadt der Politik beizeiten machen. Für Behrens steht aber fest: „Das Rathaus auf dem Burghof ist quasi gesetzt“: Dort sei ein frei verfügbarer Internetzugang auch eine Sache des Bürgerservice. Vorstellbar seien auch weitere städtische Standorte wie die Bauniederlassung an der Salzhaube – oder eben das Hallenbad. Nachteil dort: Im Badebereich ist die Handynutzung verboten – das Netz könne also nur im Wartebereich eingerichtet werden – oder aber das aktuell wieder leer stehende Restaurant attraktiver machen.

Betrieb muss die Stadt selber tragen

Während mit den Fördergeldern der EU Geräte- und Installationskosten abgedeckt werden, müssen die Kommunen den Betrieb des Netzes selbst tragen. In Springe geht man von 3000 Euro im Jahr aus; das Netz muss laut EU-Richtlinien mindestens drei Jahre lang laufen. Diese Ausgabe muss sich die Stadt von der Politik absegnen lassen: Darüber berät der Finanzausschuss am Mittwoch, 27. November. Die öffentliche Sitzung beginnt bereits um 17 Uhr in der Mensa des Otto-Hahn-Gymnasiums. Endgültig entscheidet der Rat am Donnerstag, 12. Dezember, über das Projekt. 

 

Von Christian Zett