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Springe Sparkasse beschenkt bedürftige Kinder
Aus der Region Region Hannover Springe Sparkasse beschenkt bedürftige Kinder
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19:45 23.12.2018
„Wir hatten den dringenden Wunsch, uns einzubringen“: Stadtmanagerin Anike Molgedey (links neben dem Weihnachtsbaum) und die beiden Sparkassen-Chef Michael Lühmann (links) und Karsten Brummermann (daneben) mit den Kinderschutzbund-Vertreterinnen Regina Kast (von rechts), Britta Lehnhardt und Roswitha Prüssing. Sie haben die Geschenke persönlich an die Empfänger verteilt.  Quelle: Marita Scheffler
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Springe

„Wir haben alle gemerkt, wie erfüllend es ist, anderen eine Freude zu machen“, sagt Sparkassen-Chef Karsten Brummermann, während er ein großes, mit einer Schleife verziertes Geschenk in den Händen wiegt. 56 Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Springer Familien erhalten am Heiligen Abend eine Überraschung, die von einer ihnen vollkommen fremden Person stammt.

„Für einige Kinder wird es das einzige Geschenk sein, das sie bekommen“, ist Kinderschutzbund-Büroleiterin Britta Lehnhardt überzeugt. „Die Jungen und Mädchen haben es wirklich verdient.“ Sie kennt jeden Empfänger persönlich, hat vorab mit den Eltern gesprochen und um Wunschzettel gebeten.

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Kinderschutzbund hat Eltern um Wunschzettel gebeten

Auf den bunt bemalten Karten, auf denen das Alter und das Geschlecht des Kindes vermerkt sind, stehen übliche Weihnachtswünsche wie eine Puppe, ein kleines ferngesteuertes Auto oder ein Bobbycar. Aber es gibt auch Bitten, die nachdenklich stimmen: etwa die Frage, ob es möglich wäre, dicke Winterschuhe zu bekommen, oder Bettwäsche. Oder der Herzenswunsch nach einem kleinen klappbaren Tisch, der helfen könnte, ungestört die Hausaufgaben zu machen.

Winterschuhe und ein klappbarer Tisch für Hausaufgaben

„Die Aktion hat uns alle sehr gerührt. Auch unsere Kinder“, sagt Brummermanns Kollege Michael Lühmann. Vor zwei Jahren hatten Sparkassen-Mitarbeiter bereits eine ähnliche Aktion initiiert. Als der Springer Kinderschutzbund jetzt sein 40-jähriges Bestehen feierte, fragte Stadtmanagerin Anike Molgedey Karsten Brummermann nach einer Wiederholung.

Präsente im Wert zwischen 20 und 25 Euro

Jedes Präsent hat einen Wert zwischen 20 und 25 Euro. „Weil Frau Lehnhardt jeden Empfänger von ihrer täglichen Arbeit kennt, gibt es keine Streuverluste.“ Ausgewählt wurden Hartz-IV- und Flüchtlingsfamilien.

Die Hälfte der Pakete haben Mitarbeiter der Sparkasse gepackt, die andere Hälfte Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Brummermann: „Nach 20 Minuten waren alle Karten weg. Es gab sogar eine Warteliste.“

Er und Molgedey wollen die Aktion ab jetzt fest etablieren. Denn eines sei allen Teilnehmern klar geworden: Geben ist viel schöner als nehmen – vor allem zu Weihnachten.

 

Von Marita Scheffler