Springe: Standesamt freut sich über Rekordzahlen
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Springe Rekordzahlen beim Standesamt Springe
Aus der Region Region Hannover Springe Rekordzahlen beim Standesamt Springe
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15:44 24.01.2020
Immer mehr Paare in Springe tauschen die Ringe. Quelle: dpa
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Springe

Von wegen altmodisch: Heiraten liegt im Trend. 177 Paare haben sich 2019 in Springe das Jawort gegeben – ein neuer Rekordwert, freut sich Standesamtsleiterin Martina Haugwitz. „Darauf sind wir sehr stolz.“

Bereits seit 2017 sind die Zahlen extrem hoch: Damals waren es 161 Paare, die sich getraut haben, 2018 lag die Zahl bei 160. Doch im vergangenen Jahr konnte der Wert sogar noch übertroffen werden – sehr zur Überraschung der Standesbeamten selbst. „Das erstaunt uns schon.“ Springe schließt sich damit dem landesweiten Trend an, denn niedersachsenweit geben sich immer mehr Verliebte das Jawort. Gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Paare für einen besonderen Trauort. Zwar ist das Standesamt im Alten Rathaus mit 85 Eheschließungen auf Platz eins gelandet, doch der Gutshof von Jeinsen hat mit 69 Trauungen im vergangenen Jahr deutlich aufgeholt. „Für viele ist mittlerweile die standesamtliche Trauung die einzige Feier.“

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Hoch sei auch die Nachfrage bei der Paradiesschmiede – dort sind zwölf Paare vor den Traualtar getreten. „Das Angebot hat sich sehr schnell herumgesprochen“, ist Haugwitz überzeugt. Sie ist sich sicher, dass vor allem die Paradiesschmiede von Künstler Andreas Rimkus und der Gutshof von Jeinsen viele Heiratswillige von außerhalb nach Springe locken. „Die Paradiesschmiede ist deutschlandweit einzigartig. Und da fährt man auch mal eine halbe Stunde länger.“

Im Jagdschloss haben übrigens elf Paare die Ringe getauscht. Dort wurde das System geändert, weiß Haugwitz. Seit einiger Zeit wird ein Beitrag pro Paar erhoben. „Das ist viel gerechter. Und das Jagdschloss ist gut für große Feiern mit vielen Gästen geeignet.“

Leer ging aber das Museum aus – dort fand im vergangenen Jahr keine einzige Hochzeit statt. Pläne, mehr Trauorte in Springe zu schaffen, gibt es nicht.

Und offenbar werden manche Verliebte immer spontaner, denn sehr kurzfristig hätten sich in der ersten Dezemberwoche noch Heiratswillige aus der Region in Springe gemeldet, die sich noch 2019 trauen lassen wollten, in ihrer Heimat aber keinen Termin mehr bekommen hätten. Einige Anfragen hatten sich noch realisieren lassen, aber nicht alle, so Haugwitz.

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Von Saskia Helmbrecht