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Springe Bei Kitaplatzvergabe gelten neue Altersgrenzen
Aus der Region Region Hannover Springe Bei Kitaplatzvergabe gelten neue Altersgrenzen
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16:16 13.09.2019
Wird es hier bald voller? Künftig sollen Kitaplätze nicht mehr blockiert werden können, bis das Kind alt genug ist. Quelle: foto: Friso Gentsch/dpa
Springe

Reform nach einem Jahr: Die Stadt hat jetzt ihre Vorschläge für Nachbesserungen bei der Kitaplatzvergabe vorgelegt. Die umstrittene Fahrtzeitregelung fällt weg – die von Eltern erhoffte zentrale Vergabe durch die Stadt kommt nicht.

Im Frühjahr hatte die Verwaltung erstmals die deutlich zu knappen Kitaplätze nach einem neuen System verteilt: Eltern erhalten durch verschiedene Faktoren Punkte, die am Ende zu einer Rangliste führen. Doch schnell wurde klar, dass es an vielen Stellen noch hakt. Nach Vorgesprächen mit den Leitungen der Kitas und der sogenannten AG Kita, in der auch Stadt und Politik vertreten sind, gibt es nun folgende Änderungen:

Altersgrenze:Die erste Runde gilt demnach nur noch für die Kinder, die vor dem 1. Oktober des neuen Kita-Jahres das maßgebliche Alter erreicht haben (also der erste Geburtstag für Krippenplätze; der dritte Geburtstag für den Kindergartenbereich). So wollen die Verantwortlichen vermeiden, dass Plätze unter Umständen monatelang blockiert werden – bis das jeweilige Kind alt genug ist. Zwar sei der Betreuungsbedarf in den Fällen ebenso groß – trotzdem habe sich die AG mehrheitlich für diese Lösung ausgesprochen.

Fahrtzeit zur Arbeitsstelle: Eines der größten Probleme des Frühjahrs war die Berücksichtigung der berufsbedingten Fahrtzeiten. Im Wirrwarr zwischen Bescheinigungen, Verkehrsmitteln, Debatten um Stoßzeiten und Routenplaner-Kontrollen war dieser Punkt aus Sicht der Stadt eher ein Ärgerfaktor als ein faires Beurteilungskriterium. Ergebnis: „Von der Berücksichtigung von Fahrtzeiten wird daher Abstand genommen.“

Terminverschärfung: Statt bis zum 15. Februar (Anmeldefrist ist der 15. Januar) haben Eltern nun nur noch knapp zwei Wochen, bis 31. Januar Zeit, alle erforderlichen Nachweise zur Anmeldung vorzulegen.

Vorrang für Vorschulkinder: Wer sich bei Anmeldung oder zum Start des Kita-Jahres im letzten Jahr vor der Einschulung befindet, hat absoluten Vorrang. Diese deutliche Formulierung in den Kriterien ist neu, der Beschluss der Leitungen und der AG Kita sei einstimmig ausgefallen, heißt es.

 Diskutiert, aber nicht geändert, haben die Verantwortlichen die Streichung des Geschwisterbonus: Haben Eltern bereits ein Kind in der gleichen Einrichtung, gibt es weiter drei Punkte.

Öffentlich beraten werden die Pläne im Sozialausschuss am Mittwoch, 25. September, in der Mensa des OHG. Beginn: 18 Uhr. Am 24. Oktober entscheidet der nicht öffentliche Verwaltungsausschuss bereits endgültig.

Von Christian Zett