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Springe Stadtfest-Rückkehr: Gespräche laufen
Aus der Region Region Hannover Springe Stadtfest-Rückkehr: Gespräche laufen
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17:14 09.09.2019
Das Stadtfest wurde einst in der Innenstadt groß gefeiert – für 2020 gibt es bereits Ideen wie einen Open-Air-Gottesdienst oder einen Frühschoppen. Quelle: foto: Archiv
Springe

Während noch unklar ist, wie es mit dem Schützenfest im kommenden Jahr weitergehen wird, ist die Stadtfest-Rückkehr auf einem guten Weg: 2020 solle es auf jeden Fall wieder ein Stadtfest geben, kündigt Ortsratsmitglied Tim Schmelzer an. In welchem Umfang, sei allerdings noch offen.

Eine kleinere Variante könnten Mitglieder des Ortsrates selbst stemmen, ähnlich wie den Weihnachtsmarkt, ist Schmelzer überzeugt. Allerdings sind die Planer derzeit in Abstimmung mit einem externen Veranstalter, der das Fest deutlich größer feiern möchte als ursprünglich geplant.

Externer Veranstalter will Stadtfest größer feiern

Während eines ersten Treffens im Juni war zunächst noch die Agentur Schnakenberg aus Hannover im Gespräch – mit den Veranstaltern sei man sich am Ende aber nicht einig geworden. Als zweite Option wurden die Eldagser von Project Events gehandelt. „Die haben sich aber nicht mehr bei uns gemeldet“, so Schmelzer. Nun gebe es eine dritte Möglichkeit. Derzeit laufen aber die Gespräche, sodass Schmelzer noch keine Details in der Öffentlichkeit preisgeben möchte. Fakt ist, dass sich der Ortsrat und der Veranstalter erneut an einen Tisch setzen wollen, um gemeinsam über mögliche Hürden zu sprechen und dem Veranstalter die Möglichkeit zu geben, seine Pläne den Politikern und anderen Interessierten vorzustellen – und das „zeitnah“, denn langsam sollten die Vorbereitungen anlaufen, so Schmelzer.

Heimische Bands und mehr Angebote auch für Kinder

Sollten beide Parteien doch andere Vorstellungen haben, werden die Ortsratsmitglieder selbst etwas auf die Beine stellen. „Uns ist es wichtig, dass es ein Fest von Springe für Springe wird“, betont Schmelzer. Ziel sei aber auch, dass die Feier auch in einer kleinen Variante „vernünftig“ durchdacht wird. Das Konzept soll ähnlich ausfallen wie bei der 140-Jahr-Feier der „Neuen Deister Zeitung“ auf dem Marktplatz, sagt Schmelzer. Geplant ist, die Aktionen auf drei Tage zu verteilen, „damit sich der Aufwand auch lohnt“. Darüber hinaus will Schmelzer Kontakt zu Pastor Klaus Fröhlich aufnehmen, um auch einen Open-Air-Gottesdienst zu veranstalten, möglicherweise mit anschließendem Frühschoppen. „Außerdem wollen wir viel für Kinder machen.“ Für Musik sollen dann heimische Bands auf einer Bühne sorgen.

Gemeinschaft aus Interessierten und Ortsrat als Organisatoren

„Ich habe manchmal das Gefühl, dass Springe schlecht wegkommt, weil viel gemeckert wird“, so Schmelzer. Dabei gebe es erfolgreiche Veranstaltungen, das habe sich erst am Sonntag wieder bei der Forstgrenzbegehung gezeigt. „Ich freue mich über jeden, der etwas machen will“, sagt Bürgermeister Christian Springfeld, betont aber auch, dass die Stadt selbst keine Eventagentur sei. Sollten die Ortsratsmitglieder allerdings das Fest selbst ehrenamtlich organisieren, könne sie die Stadt mehr und leichter unterstützen als einen Gewerbetreibenden – personell und finanziell. Aus seiner Sicht könnte es in Zukunft sinnvoll sein, eine Gemeinschaft aus Interessierten zu bilden, wie es etwa beim Maibaumverein der Fall ist.

Von Saskia Helmbrecht