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Stadt Wunstorf Stadt wünscht sich Votum zu Grüngürtel
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00:16 06.01.2019
Für das Areal mit dem ehemaligen Freibad und dem Jahnsportplatz sollen bald Entscheidungen fallen.
Für das Areal mit dem ehemaligen Freibad und dem Jahnsportplatz sollen bald Entscheidungen fallen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Was wird aus dem zentralen Grüngürtel mit früherem Freibad und Jahnsportplatz? Der städtische Baudirektor Robert Lehmann hofft, dass in diesem Jahr grundsätzliche Entscheidungen fallen. Zumindest liegen die dafür notwendigen Informationen jetzt weitgehend vor.

Das Freibad der städtischen Bäderbetriebe ist bereits seit 2013 geschlossen. Finanzielle Probleme waren damals der Auslöser dafür. Bei einem Workshop mit 150 Wunstorfern im März 2015 wurde klar, dass die Mehrheit viel Grün erhalten will und nur eine moderate Bebauung wünscht. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein Strandbad, ein Sommercafé oder ein Mehrgenerationenpark. Zu dem Thema hoffte die Stadt auch auf rege Diskussionen in einem neuen Online-Bürgerbeteiligungsportal, das aber schnell wieder einschlief.

Danach setzte der Rat eine Arbeitsgruppe ein, die auf dieser Grundlage weiter diskutieren sollte und sich zunächst eingehend mit den Voraussetzungen beschäftigt hat. Unter anderem wurde Gutachten angefordert, die sich auf die Bodenbeschaffenheit, die Umwelt und den Umgang mit den früheren Schwimmbecken beziehen. „Mittlerweile liegen alle Ergebnisse vor“, sagte Lehmann.

Die Stadtverwaltung ermittelt derzeit noch, mit welchen Kosten einzelne der angedachten Schritte verbunden sind. Damit soll der Arbeitskreis eine Entscheidungsgrundlage erhalten. Im Frühjahr soll er wieder zu einer Sitzung zusammenkommen. „Bisher gab es nur Gedankenspiele, und in der Gruppe wurde zum Teil kontrovers diskutiert. Jetzt sollten wir uns aber festlegen, wo wir hin wollen“, wünscht sich Lehmann. Das weitere Verfahren könne die Gruppe dann auch abstimmen. Bei der Zukunftskonferenz vor vier Jahren war zumindest schon der Wunsch aufgekommen, dass die Bürger sich vor konkreten Entscheidungen erneut beteiligen können sollen.

Wenn das Areal umgestaltet wird, muss auch die DLRG berücksichtigt werden, die derzeit noch das Freibad-Gebäude nutzt. Die Lebensretter haben bisher erfolglos nach einem neuen Standort gesucht. Für den Ortspreisträger des vergangenen Jahres könnte eine Grundstück in der Barne eine Option sein. Die Überlegungen dazu stehen aber noch am Anfang.

Von Sven Sokoll