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Stadt Wunstorf Asbesthalde: Ausschuss berät über Antrag
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Asbesthalde: Ausschuss berät über Antrag
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18:03 05.01.2014
Von Albert Tugendheim
Die Asbesthalde an der Adolf-Oesterheld-Straße soll saniert werden. Quelle: Heimatzeitungen
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Wunstorf

Schon zu Beginn des neuen Jahres rückt die Diskussion um die Sanierung der Halde mit Asbestrückständen an der Adolf-Oesterheld-Straße wieder in den Fokus. Entscheidende Schritte in Richtung Sanierung der Halde sind aber erst ab Februar zu erwarten.

Zuständig für die Rückstandshalde aus der Produktion der früheren Fulgurit-Werke ist die Region. Deren Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz befasst sich bereits am 9. Januar mit dem Thema. Dabei geht es allerdings nur um einen Antrag der Linken und Piraten. Diese wollen die angelaufene Sanierungsuntersuchung stoppen. Stattdessen soll der „unterirdische Umfang der Altlast“ festgestellt werden. Das Grundwasser ist arsenbelastet, Linke und Piraten fordern eine großflächige Sickerwasserprognose.

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Um die Ergebnisse der Ende Oktober vorgestellten Gutachten zur Sanierung der Halde geht es erst im Februar. Bevor sich die Ausschüsse mit dem Variantenvergleich befassen, müssen zunächst die Fraktionen der Regionsversammlung beraten. Sieben Varianten hatten Ingenieure vorgelegt. Die Autoren der Studie hatten sich für eine Verlagerung der Halde um 300 bis 800 Meter ausgesprochen. Das sei sicher zu machen und die nachhaltigste Lösung. Aber wie das bei Experten so ist: In einer Anhörung wurde die erste Variante bevorzugt. Nach der wird die Oberfläche abgedeckt und Drainagen gelegt. Auf der einen Meter dicken Erdschicht soll sich Vegetation bilden. An der Seite zur Bahnlinie und zur Straße wird eine Schutzwand errichtet. Die Regionsverwaltung wird sich für diese Variante mit leichten Modifikationen aussprechen. Für sie ist diese Variante auch aus finanziellen Gründen interessant, die Kosten werden auf etwa 2,8 Millionen Euro veranschlagt, die Verlegung mittels Förderbändern würde fünf Millionen kosten.

Oskar Neukirch als Chef der Spedition Neukirch setzt sich indes weiter für die Verlegung ein. Sie sei die klare Sanierungsempfehlung gewesen und weise aufgrund der vollständigen oberirdischen Abdeckung die höchste Sicherheit auf. Bei einer Verlegung und einer anschließenden Bebauung des jetzigen Standortes mit einer Lagerhalle käme es auch zu einer Oberflächenabdichtung. Eine solche Halle möchte das Unternehmen bauen, um den Betrieb zu erweitern. Ende Februar befassen sich die Regionspolitiker mit den beiden Varianten.

Anke Lütjens 05.01.2014
Anke Lütjens 03.01.2014
Albert Tugendheim 03.01.2014