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Stadt Wunstorf Die Asbesthalde bleibt am Standort
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Die Asbesthalde bleibt am Standort
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17:42 01.11.2013
Von Jörg Rocktäschel
Die Asbesthalde bleibt am Platz - und soll aufwendig gesichert werden. Quelle: Heimatzeitungen
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Wunstorf

Das teilte Regionssprecher Klaus Abelmann am Freitag mit. Als Stimmungsbild der Besucher der öffentlichen, fünfeinhalb Stunden dauernden Expertenanhörung am Mittwoch habe Umweltdezernent Professor Axel Priebs die Variante 1 mitgenommen. Auch die Experten hatten sich dafür ausgesprochen, die Halde am jetzigen Standort zu belassen und möglichst wenig anzurühren. Damit ist die Variante 7 der Planer, welche die Verlagerung des Materials um 300 bis 800 Meter in Richtung Osten vorsah, wohl vom Tisch. In den nächsten Tagen werde die Region die während der Anhörung gezeigten Präsentationen sowie das Wortprotokoll ins Internet stellen, sagte Abelmann. Eine Protokollantin des Niedersächsischen Landtags hatte mitgeschrieben.

Variante 1 wird rund 2,8 Millionen Euro kosten. Dabei wird die Oberfläche abgedeckt. Mit Kunststofffolie werden Drainagen eingezogen. Oben drauf kommt Erde. Auf dieser einen Meter dicken Schicht soll sich Vegetation bilden. Das Drainagewasser wird in einem Becken aufgefangen. An der Seite zur Bahnlinie und zur Adolf-Oesterheld-Straße wird eine insgesamt 185 Meter lange Schutzwand (Gabione) errichtet. Diese abgestufte Wand stützt die 170.000 Tonnen schwere Halde ab. Es handle sich um eine solide Variante, waren sich die von den Regionsfraktionen benannten Experten einig. Auf der Variante 1 basieren auch die folgenden fünf. Doch sie hat den Vorteil, dass keine großen Eingriffe in das Material erfolgen. So gab es auch die Vorschläge, oben ein Parkdeck, eine Fotovoltaik- oder kleine Windanlagen zu errichten. Auch der Einbau von weiteren 20.000 Tonnen Asbestmüll wurde diskutiert.

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Strittig war jedoch, ob der Asbestzement, der sich aus dem ehemaligem Schlamm inzwischen gebildet hat, als Verankerung für die Masten der Windanlagen eignet. Die zusätzlichen Lasten auf der Halde wurden ebenfalls kritisiert. Es gebe dort noch schwammähnliches Material, das zu sehr unter Druck geraten könnte. Das darin gebundene Wasser enthält Arsen. Dass noch mehr Arsen austritt und das Grundwasser gefährdet soll auf jeden Fall vermieden werden.

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