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Stadt Wunstorf Hafen leidet unter Aus von Kaliabbau
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Hafen leidet unter Aus von Kaliabbau
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00:16 14.12.2018
Bisher werden im Hafen Sachsenhagen nur Kaliprodukte von K+S verschifft.
Bisher werden im Hafen Sachsenhagen nur Kaliprodukte von K+S verschifft. Quelle: Andreas Ohler
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Sachsenhagen/Bokeloh

Der Weggang von K+S aus Bokeloh ist ein schwerer Schlag auch für die Menschen in der Samtgemeinde Sachsenhagen. Viele Beschäftigte verlieren durch die Schließung ihren Job. Doch auch für die Stadt Sachsenhagen könnte das Ende des Kaliabbaus erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Denn mit der anstehenden Schließung würde auch der Betrieb am Hafen am Mittellandkanal möglicherweise zum Erliegen kommen. Das der Stadt gehörende Gelände ist derzeit an den Logistikdienstleister Rhenus verpachtet. K+S sei der einzige Kunde von Rhenus, erklärt Sachsenhagens Stadtdirektor Frank Behrens. Entrichtet wird das sogenannte „Ufergeld“, das anhand der entladenen Tonnage berechnet wird. Verladen werden vor Ort ausschließlich Kaliprodukte. Angesichts der anstehenden Schließung von Sigmundshall trage sich Rhenus mit Abwanderungsgedanken.

Ein Weggang würde die Stadt schwer treffen. „Wir haben durch den Pachtvertrag in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 40.000 und 60.000 Euro eingenommen. Das ist für uns schon eine Hausnummer“, sagt der Stadtdirektor. Diese Summe könne künftig wegfallen. Allerdings gebe es derzeit Gespräche, auch mit weiteren Interessenten, so Behrens. Um welche Unternehmen es sich konkret handele und wann eine Entscheidung feststehen werde, wollte Behrens nicht sagen. Der Rat befasse sich derzeit intensiv mit diesem Thema. Mehrere Anfragen bei Rhenus blieben unbeantwortet.

Die Gremien des K+S-Konzerns hatten bereits im vergangenen Jahr beschlossen, die Produktion im Werk Sigmundshall in Bokeloh Ende des Jahres einzustellen. Von der anstehenden Schließung sind etwa 730 Mitarbeiter betroffen. Am 21. Dezzember soll die letzte Tonne gefördert werden.

Von Andreas Ohler