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Stadt Wunstorf Wohnmobilplatz soll erweitert werden
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Wohnmobilplatz soll erweitert werden
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00:18 27.05.2018
In diese Richtung soll der Wohnmobilparkplatz erweitert werden. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Der Ortsrat Steinhude unterstützt eine Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes und hat auf Antrag der CDU am Mittwoch die Verwaltung aufgefordert, so schnell wie möglich Baurecht dafür zu schaffen. Die Politiker hatten sich zuvor mit dem Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismusgesellschaft (SMT), Willi Rehbock, und Platzwartin Anja Prause auf dem Areal umgesehen.

Für einen Mittwochnachmittag außerhalb der Ferien war der Platz sehr gut gefüllt, und das zeigt das Problem: Immer häufiger muss die Ampel auf Rot geschaltet werden, weil alle 164 Plätze belegt sind. Auf Entspannung hofft Rehbock, wenn auch noch eine Grünfläche hinter dem Parkplatz genutzt werden kann, die die städtische Liegenschaftsabteilung sich bereits vom Land für diesen Zweck gesichert hat. „Wir würden dann aber auch den bisherigen Teil neu strukturieren, weil immer häufiger lange Wohnmobile kommen und wir darauf reagieren müssen“, sagte Rehbock. Im Ortsrat wurde auch begrüßt, dass auch einige Plätze für die Wohnmobile von Tagesgästen entstehen sollen, die Steinhude entlasten würden.

Die SMT hat den Wohnmobilstellplatz im Jahr 2005 übernommen und seitdem 400.000 Euro investiert. „Aus einem Abstiegskandidaten haben wir einen Kandidaten für die Europaleague gemacht“, bilanziert Rehbock selbstbewusst. Mittlerweile kommen 20.000 Wohnmobile im Jahr, zumeist für drei bis vier Nächte, deren Besatzungen nach seiner Berechnung der örtlichen Wirtschaft rund 2 Millionen Euro Umsatz bescheren. Für den Stellplatz zahlen sie pro Tag 11 Euro plus Nebenkosten, was im Durchschnitt der deutschen Anlagen liegt.

Unter anderem wurde ein neues Kassen- und Sanitärhaus gebaut, die Entsorgung modernisiert sowie eine Schrankenanlage installiert, die den Umsatz um 15 Prozent hat steigen lassen. Bei den bisher jeweils vier Duschen und Toiletten räumt der Geschäftsführer ein, dass die SMT eine Nummer größer hätte planen sollen. „Es gibt zwar Puristen unter den Wohnmobilfahrern, die Toilettenanlagen nicht wollen. Seitdem wir welche haben, kommen aber mehr von der anderen Gruppe.“ So soll möglichst im nächsten Jahr am östlichen Ende des Platzes ein zweites Gebäude entstehen mit jeweils noch einmal rund zehn Duschen und Toiletten.

Auch über die Öffnungszeiten der Toiletten soll dann noch einmal nachgedacht werden. Von den Gästen wird häufiger kritisiert, dass sie dort bisher zwischen 22 und 6 Uhr vor verschlossener Tür stehen. Das resultiert aber daraus, dass die Anlage häufig stark verdreckt war, als die Gäste sie noch rund um die Uhr nutzen konnten.

Keine Einbahnstraße im Sölterweg

Mit ihrem Antrag für eine Einbahnstraßenregelung im Sölterweg ist die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/FDP bei der CDU und AfD sowie bei Anwohnern auf Widerstand gestoßen. Die Antragsteller wollten den Parksuchverkehr in der Straße direkt am Ortseingang verringern. Christiane Schweer (CDU) kritisierte aber grundsätzlich, dass solche Verkehrsfragen doch eigentlich in der gerade gegründeten Arbeitsgruppe diskutiert werden sollen, und sprach von Aktionismus. Bernd Wischhöver (AfD) erinnerte an einen alten Antrag für ein Halteverbot.

Nach einer Sitzungsunterbrechung ließ die Mehrheit das Thema Einbahnstraße fallen, nur mit ihren Stimmen beschloss der Ortsrat dann aber das beidseitige Halteverbot und ein hervorgehobenes Pflaster zum Schutz der kreuzenden Radfahrer in die Straße Zum Pageskampe. Einer Ausweitung der Tempo-30-Zone bis in den Sölterweg stimmte auch Wischhöver zu.

Mehr Einigkeit gab es bei den Wünschen der Mehrheitsgruppe, im Ortskern weitere Fahrradstellplätze anzubieten, allerdings nicht zwangsläufig in Form der klassischen Bügel. Auch längere Öffnungszeiten der Toiletten am Ratskellergelände wurden begrüßt. Bei einem Neubau nach dem Brand der benachbarten Gaststätten solle dafür aber ein neues Gesamtkonzept geprüft werden.

Von Sven Sokoll

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