Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Wunstorf Sperrzone im Westenmeer wird größer
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Sperrzone im Westenmeer wird größer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 02.12.2018
Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Wiebke Osigus hält Sonja Papenfuß von der Region Hannover einen Vortrag über das Steinhuder Meer. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Rund 120 Besucher bei einer Diskussion über „Entwicklungsperspektiven für das Steinhuder Meer“ sind für die einladende SPD-Landtagsabgeordnete Wiebke Osigus am Mittwochabend ein Beleg für ihre Feststellung gewesen: „Vielen scheint das Thema unter den Nägeln zu brennen.“ Steinhudes Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer gab seinen Eindruck zu Beginn so wieder: „Jede Gruppe am Steinhuder Meer hat an anderen etwas auszusetzen, diese Fragen müssen wir hier auf den Punkt bringen.“ Die gegensätzlichen Interessen sind dann im Lauf der knapp zwei Stunden durchaus wieder deutlich geworden.

Als Referentin war Sonja Papenfuß in die Steinhuder Strandterrassen gekommen, die seit neun Jahren den Umweltfachbereich bei der Region leitet und damit auch für viele Fragen rund um den See zuständig ist. Mit Blick auf die kollidierenden Interessen sagte sie: „Wir haben in den vergangenen Jahren zumindest eine außergewöhnliche Gesprächskultur etabliert.“ Sie betonte aber, dass der Schutz der Natur eine wichtige Rolle spielt und dabei die Wiedervernässung der Moore eines der wichtigsten Ziele ist. Sie sei nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern soll auch zu einem höheren Wasserstand beitragen. Die Region will versuchen, die noch bis etwa 2030 bestehenden Torfabbaurechte mit finanziellen Entschädigungen vorher enden zu lassen.

Zu den noch anstehenden weiteren Naturschutzgebiets-Verfahren betonte Papenfuß: „Der große Teil der Wasserfläche wird befahrbar bleiben.“ Als Landschaftsschutzgebiet wie bisher mit Winter- und Nachtfahrverbot als Kompromissen sei der Vogelschutz ausreichend gewährleistet. Allerdings sagte sie deutlich, dass auch im Westenmeer die Sperrzone in Ufernähe vergrößert wird, wie es zuvor auch schon am Ostufer bei der Neufassung des Gebiets Totes Moor der Fall war.

Für den Surf-Club Steinhuder Meer beklagte sein Vorsitzender Peter Gaenshirt eine „Gängelung der Surfer“ und forderte, zumindest in kleinen Korridoren das Surfen auch im Winter zuzulassen. „Diese Illusion muss ich Ihnen nehmen. Das wird rechtlich nicht möglich sein, das Winterfahrverbot ist wichtig“, entgegnete Papenfuß. Auch einen Wunsch, die während der Saison zugelassenen Bereiche für das Kite-Surfen auszuweiten, sah sie eher skeptisch.

Wiebke Osigus berichtete von einer Landtagsanhörung zu einer möglichen Zulassung des Kite-Surfens am Dümmer, an der auch Papenfuß teilgenommen hatte. Zu den sehr unterschiedlichen vorgetragenen Argumenten der Interessengruppen sagte die Abgeordnete: „Es ist für einen Politiker nicht eindeutig. Wir wollen uns da um eine unabhängige Verträglichkeitsprüfung von einer übergeordneten Stelle bemühen.“ Die Regeln für Dümmer und Steinhuder Meer sind in einer gemeinsamen Verordnung festgelegt.

Viele Teilnehmer der Diskussion beklagten den vielen Schlamm im Meer. Den häufigen Vorschlag, in der Mitte des Meeres Schlamm aus der tiefen Rinne namens Deipen zu entnehmen, würde sie unterstützen. „Für den Umgang mit dem Schlamm braucht man vielleicht auch andere technische Verfahren, damit er nicht immer noch lange auf Poldern trocknen muss“, sagte Papenfuß, die die regelmäßige Entschlammung grundsätzlich für richtig hält.

Den Naturpark Steinhuder Meer stellte Papenfuß in ihrem Vortrag als ein wichtiges Instrument der Arbeit vor. Nach dem Neubau eines Informationszentrums in Mardorf soll demnächst auch die Ausstellung in der Steinhuder Scheune modernisiert werden. Die Belastung auf dem Steinhuder-Meer-Rundweg sieht die Region derzeit am Limit, will aber deshalb andernorts im Naturpark weitere attraktive Strecken schaffen, um ihn zu entlasten.

Von Sven Sokoll

Der Anfang des nächsten Wunstorf-Wegweisers ist gemacht. Die Stadtverwaltung erstellt in Kooperation mit einer Wunstorfer Agentur die nächste Auflage der Informationsbroschüre.

02.12.2018

Geschickte Jongleure, lustige Clowns, gelenkige Akrobaten, todesmutige Fakire und anmutige Drahtseiltänzer: Der Mitmachzirkus Phantasia gastiert in Steinhude und 216 Jungen und Mädchen schnuppern Zirkusluft.

29.11.2018

In der Geschäftsstelle von HAZ und NP an der Mittelstraße 5 sind ab sofort die Zettel aus der Wunschbaum-Aktion zu bekommen, bei der gemeinsam mit der Tafel Kindern ihre Wünsche erfüllt werden sollen.

29.11.2018