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Stadt Wunstorf Jugendkongress dreht sich um Respekt
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17:48 01.11.2018
Ein Schüler präsentiert die Ergebnisse seines Workshops auf der Bühne in der Otto-Hahn-Schule. Rapper Spax (rechts) moderiert den Jugendkongress. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Extremismus, Ausgrenzung,Respekt: Mit diesen Themen beschäftigten sich rund 180 Schüler beim städtischen Jugendkongress „Für Vielfalt und Toleranz – gegen Extremismus“ an der Otto-Hahn-Schule. In einer Podiumsdiskussion, die von Rapper Spax moderiert wurde, sprachen Vertreter verschiedener Institutionen beispielsweise über Intersexualität, Rassismus im Fußball. Wie darauf auf dem grünen Rasen reagiert werden könne, habe beispielsweise eine Mannschaft gezeigt, die nach verbalen Attacken auf ihren dunkelhäutigen Spieler geschlossen den Platz verlassen habe, berichtet Spax. Interessant sei für ihn gewesen zu sehen, wie unterschiedlich die Begrifflichkeiten zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sind. Das sei ihm beim Begriff Ehre deutlich geworden. „Du bist ein Ehrenmann“, bedeutet für die Jugendlichen einfach „Danke“. Dinge, die sie nicht gut fänden, würden sie als „schwul“ bezeichnen. „Sie sind sich nicht bewusst, dass sie damit jemanden diskriminieren.“

Etwas mehr Respekt wünschte sich der Rapper bei der Präsentation der Ergebnisse aus den verschiedenen Workshops. Schließlich brauchten die Schüler Mut, um über die Arbeit in Kleingruppen vor der gut gefüllten Aula zu sprechen. Im Graffiti-Projekt lernten die Schüler beispielsweise nicht nur den Umgang mit der Spraydose. Es wurde auch klar, dass sich mit Graffiti gegen Rassismus kämpfen lässt. Die Botschaften werden überall gesehen, sagte ein Neuntklässler. Deutlich wurde auch, dass beim Thema Gewalt das Opfer entscheidet, was Gewalt ist, und nicht der Täter.

Bei „Was tun gegen Hass im Netz“ zeigte ein Rollenspiel, wie man sich gegen Beleidigungen wehren kann. Beispielweise könne ein Chatforum verlassen werden, nennt ein Schüler eine Möglichkeit. Die Initiative Love-Storm bietet auf ihrer Homepage Trainingsprogramme und Simulationen an, wie man sich gegen Beleidigungen und Angriffe wehren kann. Rapper Spax würde sich wünschen, dass derartige Übungen auch im Lehrplan eingebaut werden. In anderen Gruppen studierten Schüler einen Rap zum Thema „Respekt“ ein und führten ihn anschließend auf der Bühne auf oder erfuhren, wie es ist, ausgegrenzt zu werden. Während die Neuntklässler der Otto-Hahn-Schule und der Evangelischen IGS in ihren Gruppen arbeiteten, waren auch Lehrer und Jugendarbeiter nicht untätig. Sie erhielten Informationen zum Umgang mit Diskriminierung in Netz. Vielen sei nicht klar gewesen, dass Beleidigungen bei der Polizei angezeigt werden könnten, hieß es anschließend bei der Präsentation.

Das tollste Ergebnis des Jugendkongresses war für Spax, dass ein Schüler, der eigentlich schon nach der ersten Stunde abhauen wollte am Ende sagte: „Zwei Stunden waren zu kurz“. Er hätte sich gerne noch länger mit dem Thema beschäftigt. Zum Abschluss gab es einen Freestyle-Rap von DJ Sotah & phaeb aus Worten, die Schüler am Morgen aufgeschrieben hatten.

Von Rita Nandy

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