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Stadt Wunstorf Sicherheit im Kalibergwerk "steht obenan"
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20:16 28.01.2015
Von Albert Tugendheim
Das Kalibergwerk Sigmundshall in Bokeloh. Quelle: Albert Tugendheim
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Wunstorf

Allerdings nennt Burkhard Schulze 13 meldepflichtige Unfälle. Das sind solche, in deren Folge Mitarbeiter länger als drei Tage krank geschrieben sind. Bei einigen der 13 Fälle seien Mitarbeiter schlichtweg umgeknickt. Auch solche Missgeschicke sollten vermieden werden, und wie das gehen könnte, auch darüber machen sich Mitarbeiter Gedanken.

Ohnehin ist nach wie vor die Identifikation groß. „Das Werk sind wir“, so heißt seit Jahren die Aktion, bei der Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge einreichen. Wenn die umgesetzt werden und dem Werk zu finanziellem Nutzen verhelfen, bekommen die Mitarbeit abhängig von der Höhe des Nutzens Prämien. „66 Prozent der Mitarbeiter haben sich im vergangenen Jahr daran beteiligt“, berichtete Schulze. 2,1 Vorschläge pro Mitarbeiter gab es, 650.000 Euro Einsparung bedeutete das für das Werk. Ein sehr gutes Ergebnis, kommentierte der Werksleiter.

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Um Einsparungen geht es im gesamten K+S-Konzern. Der Weltmarkt macht es nötig. Davon war auch das Jahr 2014 geprägt. Alle Prozesse und Strukturen stellte der Konzern auf den Prüfstand. „Fit für die Zukunft“, so heißt das bei K+S. Das habe 2014 im Fokus gestanden und das Einsparungsziel, im Konzern 150 Millionen einzusparen, sei erreicht worden. So schreibt der Kasseler Konzernvorstand in einem Brief an alle Mitarbeiter.

Auch auf Sigmundshall in Bokeloh „haben wir kräftig in die Speichen gegriffen“, formulierte Schulze. Er empfinde es als positiv, dass ein gewaltiger Ruck durch die Belegschaft gegangen sei. Sowohl was den Konzern wie auch das Werk Sigmundshall angeht, seien Produktion und Umsatz etwa auf dem Vorjahresniveau, erläuterte Werkssprecher Florian Schöne. Die Zahlen gibt der Vorstand im März bekannt.

Weiter geht auch die Vorbereitungsarbeit für eine mögliche Wiedereröffnung des Werkes Siegfried Giesen nahe Hildesheim. Dort könnte es für die Kumpel von Sigmundshall Arbeitsperspektiven geben, wenn das Werk in Wunstorf in einigen Jahren die Salzförderung einstellt. Das entscheidet sich 2016. Schulze wies aber darauf, dass es auch nach dem Ende der Förderung einen K+S-Standort geben werde. Die Rekal-Produktion etwa läuft weiter.

Sven Sokoll 28.01.2015
Sven Sokoll 26.01.2015
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