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Stadt Wunstorf Shantychöre singen von Wogen, Wind und Wolken
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14:37 14.07.2019
Erna Troche reicht Sänger Manfred Erichsen einen Schnaps. Quelle: Anke Lütjens
Steinhude

Das Shantychor-Festival in Steinhude hat am Sonntag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Der Shantychor Wunstorf hatte sich Gäste aus Halle, Dortmund, Magdeburg und Bremerhaven eingeladen. Gleich zum Auftakt des Festivals sang der Wunstorfer Chor von Wolken, Wind und Wogen. Das passte zum Wetter am Sonntag: Grauer Himmel und graues Meer. Davon ließen sich die zahlreichen Zuhörer auf dem Platz vor den Strandterrassen aber nicht die Laune vermiesen. Sie schunkelten und sangen die maritimen Lieder fröhlich mit – wenn auch eingehüllt in dicke Jacken. Das Shanty-Festival hat Tradition, es wurde zum 25. Mal gefeiert. Mit dabei waren vier Gastchöre mit insgesamt 170 Sängern.

Fünf Shantychöre gestalten das Programm

„Das ist super hier und ein schöner Treffpunkt“, sagte Ursula Bremer. „Wir sind extra mit dem Rad aus Hagenburg her gefahren und sind eigentlich jedes Jahr dabei.“ Auch die auftretenden Chöre hatten in diesem Jahr einen weiteren Weg als sonst. Mit dabei waren die Seeteufel aus Halle an der Saale, der Shantychor Dortmund und der Shantychor aus Gerwisch bei Magdeburg sowie der Seemannschor Bremerhaven. „Wir wollen ja schließlich Qualität bieten“, sagte Michael Hoppmann, Leiter des Shantychores Wunstorf. Dessen neuer Vorsitzender, Wolfgang Franz, übernahm die Moderation.

Shantygirls sorgen für Verpflegung

Für das Festival war eine Menge an Logistik erforderlich. „Die Gastchöre müssen bereits frühzeitig angefragt werden“, sagte der Schriftführer des Shantychores Wunstorf, Klaus Troche. Zelte müssen aufgebaut und Bierzeltgarnituren aufgestellt werden, ein Getränkewagen geordert und Mülleimer platziert werden. Die Shantygirls, eine Gruppe von Fans und Ehefrauen, kümmern sich um die Verpflegung. „Wir haben 50 Torten und viele Blechkuchen gebacken“, sagte Gaby Rabsch. Außerdem schmierten die Damen fleißig Brote mit Schmalz, Wurst und Käse. Dazu gab es saure Gurken.

Elly Bederke aus Berlin und Helga Neisner aus Hamburg halfen fleißig mit. Sie sind neu bei den Shantygirls und waren extra für das Festival angereist. Am Grillstand konnten sich die Besucher zudem mit Bratwurst stärken.

Die Seeteufel aus Halle begeistern das Publikum. Quelle: Anke Lütjens

Shantychor singt Klassisches und Modernes

Der Shantychor Wunstorf gestaltete den Auftakt des Programms. „Wir bieten ein Best-of aus 25 Jahren“, sagte Hoppmann. Das reichte von Klassikern wie „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ über „Sailing“ von Rod Stewart bis zu Titeln von Santiano und „Aloha Heja He“ von Achim Reichel. Auch das „Trudelband“ von Heidi Kabel durfte nicht fehlen. Als Sänger Manfred Erichsen die „Buddel voll Rum“ anstimmte, reichte ihm Erna Troche prompt einen Schnaps. „Männer, ihr seid gut“, urteilte Franz.

Während Akkordeonspielerin Julia die einzige Frau im Shantychor Wunstorf ist, brachten die Seeteufel aus Halle eine ganze Menge Teufelinnen mit. Stilecht in Piratenkostümen gekleidet spannen die Seeteufel ihr musikalisches Seemannsgarn unter anderem mit „Piraten sind wir“ und „Seemann, deine Heimat ist das Meer“. Der Chor besteht aus bis zu 30 Frauen und Männern und wurde 2007 gegründet.

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Die Gastgeber, der Shanty-Chor Wunstorf, präsentiert insgesamt drei Programme. Quelle: Anke Lütjens

Von Anke Lütjens

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