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Stadt Wunstorf Gelände für A 400M-Wartung im Blick
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Gelände für A 400M-Wartung im Blick
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12:08 27.01.2019
Auf dieser Fläche könnte das Airbus-Wartungszentrum für die Transportflugzeug entstehen. Quelle: Albert Tugendheim
Wunstorf

In der vergangenen Woche ist die 25. Maschine des neuen Transporters A 400M der Luftwaffe in Wunstorf angekommen. Trotz aller immer wieder zu hörenden Kritiken an Unzulänglichkeiten an dem Flugzeugmuster ist am Himmel über Wunstorf zu sehen: Die Airbus-Maschinen fliegen. Aber: Sie müssen wie andere Flugzeuge auch gewartet werden und das in streng vorgeschriebenen Zeitintervallen. Diese Arbeit wollen sich Bundeswehr und Airbus teilen. Aber wo soll diese Arbeit erfolgen? Klar ist, dass das LTG 62 seinen Part auf seinem Gelände in Wunstorf übernimmt.

Der Kommodore des Fliegerhorstes, Oberst Ludger Bette, erläutert, dass 50 Prozent der so genannten C-Checks das LTG-62-Geschwader übernimmt. Die andere Hälfte soll die Industrie, also Airbus, vornehmen. Diese C-Checks müssen nach vier Jahren erfolgen. Unter C-Check versteht man die detaillierte Inspektion der Flugzeugstruktur und einen gründlichen Test der Systeme. Das dauert pro Flugzeug etwa drei Monate. Wenn die Maschinen im Einsatz sind, müssen sie nach sechs Jahren einem noch gründlicheren Check unterzogen werden. Dafür wird Raum gebraucht und auch Zeit.

Dem Geschwader wie auch der Stadt Wunstorf wäre sehr daran gelegen, wenn Airbus seine Check-Arbeit vor Ort, also in Wunstorf, erledigen würde. Kurze Wege wären für die Bundeswehr-Flieger ein Vorteil. Viele neue Arbeitsplätze, von gut 300 ist die Rede, für hochqualifizierte Techniker und Ingenieure, die sich in der Stadt und der Umgebung niederlassen würden, wären für die Stadt von Vorteil.

Die Stadt hat vorgearbeitet und ein Areal ausgewählt, auf dem die Airbus-Wartehallen gebaut werden könnten. Sie hat zunächst zwei Gebiete genauer untersucht. Die Fläche im Gebiet zwischen der Heidorner Straße und der Fliegerstraße wäre wohl ideal wegen der direkten Anbindung an das Fliegerhorstgelände. Vor knapp zwei Wochen hatte die Stadt die Eigentümer dieser Flächen eingeladen. Von dem Treffen soll vorerst nichts nach draußen dringen. Nach Recherchen der Redaktion stehen aber die Chancen gut dafür, dass die Stadt den Eigentümern das etwa acht Hektar große Gelände abkaufen kann, um es dann an Airbus weiter zu veräußern. Auch aus der Fachsicht der Landwirtschaft habe es dem Vernehmen nach keine Einwände gegeben. Allerdings drängt auch die Zeit. Die Infrastruktur für die neuen privatwirtschaftlichen Wartungshallen sollte 2020/2021 vorhanden sein. Das kann wohl nur klappen, wenn die zuständigen Bundesbehörden auf eine europaweite Ausschreibung verzichten. Mit jeder weiteren Maschine für das Transportgeschwader wächst der Zeitdruck. Bis zu den Osterferien sollten die Verkaufsverhandlungen über die Bühne gehen, soviel ließ Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sich entlocken. Dann ist der nächste Schritt das Aufstellen eines Bebauungsplanes.

Von Albert Tugendheim

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