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Stadt Wunstorf Amazon plant Verteilzentrum in Wunstorf-Luthe
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Amazon plant Verteilzentrum in Wunstorf-Luthe
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00:18 02.03.2019
Das frühere Logistikzentrum von Lidl steht seit Langem leer. Quelle: Archiv/Sven Sokoll
Luthe

Der Wirtschaftsstandort Wunstorf floriert: Amazon will im früheren Lidl-Zentrallager an der Adolf-Oesterheld-Straße ein Verteilzentrum einrichten. Von dort sollen Pakete direkt an die Endkunden ausgeliefert werden. Amazon möchte zukünftig „die letzte Meile“, also die letzten 100 Meter bis zur Haustür, selbst fahren und nicht wie bislang andere Anbieter wie DHL und Hermes für die Auslieferung nutzen. Der Standort wird dann sowohl von Lkw wie von Kleinlastwagen angefahren. Die Stadtverwaltung wurde vor wenigen Tagen von dieser Absicht etwas überrascht. Inzwischen waren aber Amazon-Vertreter im Rathaus, um ihr Projekt vorzustellen.

Amazon will die „letzte Meile“ selbst fahren

„Wir haben prinzipiell nichts gegen Amazon“, sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt am Mittwoch auf Nachfrage. Allerdings: Zunächst müsse untersucht werden, ob die Verkehrsbelastung an der Stelle im Gewerbegebiet Süd erträglich gestaltet werden könne. Dazu wird Amazon ein Gutachten erstellen lassen. Den Auftrag erhält ein Gutachterbüro, das in Wunstorf bereits tätig war.

Fuhren früher durchschnittlich etwa 180 Sattelzüge den Lidl-Standort an, dürfte die Zahl der Fahrten zu und von einem Amazon-Verteilzentrum deutlich höher liegen. Mehr als 900 Transporter dürften es sein, zumeist kleinere Fahrzeuge. Amazon wolle dabei auch verstärkt auf Elektrotransporter setzen.

Etliche Umbauten im Inneren der Ex-Lidl-Halle und auf dem Außengelände werden nötig sein. Dazu muss das Unternehmen demnächst einen Bauantrag stellen. Viel hängt von dem Verkehrsgutachten ab. Denn, so sagte Eberhardt noch, die Stadt wolle sich nicht einer künftigen Entwicklung des erweiterbaren Gewerbegebietes entgegenstellen.

300 neue Arbeitsplätze könnten entstehen

Die vor einiger Zeit eingeführte Logistikstrategie des weltumspannenden Unternehmens unter dem Titel „europäisches Fulfillment-Network“ sieht vor, dass Sortierzentren gebaut werden. Eines davon ist Ende vergangenen Jahres an der Burgstraße in Garbsen ans Netz gegangen. Aus diesen Zentren werden wiederum kleinere regionale Amazon-Verteilzentren beliefert, in denen dann für die Auslieferung auf kleinere Transporter umgeladen wird. Das geschieht mit viel IT-Technik, aber auch mit Menschen. Die Rede ist bisher von bis zu 300 Arbeitsplätzen, die in Luthe eingerichtet werden könnten.

Das Discountunternehmen Lidl hatte das Lager im Oktober 2016 aufgegeben. Im vergangenen Jahr wurde es an das Unternehmen Garbe verkauft, ein Spezialist für Logistik- und Unternehmensimmobilien.

Von Amazon waren am Mittwoch keine näheren Informationen zu erhalten.

Von Albert Tugendheim

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