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Stadt Wunstorf Anwohner sehen Belastungen durch Badeinsel Steinhude
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Anwohner sehen Belastungen durch Badeinsel Steinhude
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14:56 11.10.2019
Viele Besucher der Badeinsel halten Regeln nicht ein. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Die Badeinsel ist ein Kleinod Steinhudes. „Ihr einziger Nachteil ist, dass die Zuwegung durch ein Wohngebiet führt“, sagte Ortsbürgermeister Wilhelm Bredthauer am Donnerstag bei einer Diskussion der SPD Steinhude im Haus am Meer. Eine gute Balance zwischen der touristischen Nutzung und der Belastung der Anwohner zu finden, war das Thema der Veranstaltung.

Zur Gastronomie auf der Insel sagte Bredthauer: „Das Meereslauschen hat durchaus einen prägenden Charakter.“ Die Verwaltung hatte in Aussicht gestellt, den 20 Jahre alten Pavillon in den nächsten Jahren abzureißen, doch es ist noch offen, ob der Ortsrat den Weg mitgehen will. „Wir sind uns einig, dass wir nur eine Saisongastronomie haben wollen“, sagte der Ortsbürgermeister – auch wenn der Pächter Jürgen Stach den Betrieb zeitlich gern weiter ausdehnen möchte.

Um die Zahl der Imbisswagen auf der Insel zu reduzieren, wünscht die Politik sich aber im Zusammenhang mit den neuen, zentraleren Toiletten wieder einen Kiosk. Eine regelmäßige Schwimmerin forderte auch, sich auf der Insel umkleiden zu können.

Zahl der Lager hat zugenommen

Von Seiten der Anwohner wurde Kritik laut, dass die Zahl der Zeltlager auf der Insel zugenommen habe und von dort regelmäßig Lärm herüberschallt. Die SPD-Kommunalpolitiker wollen sich jetzt informieren lassen, was für nächstes Jahr geplant ist, und bei Bedarf ihr Veto einlegen. Sie wollen auch klären, nach welchen Kriterien die Stadt solche Lager genehmigt.

Veranstaltungen auf der Badeinsel (links) sorgen in der Umgebung zu Belastungen. Quelle: Sven Sokoll

Inselwirt Stach berichtete, dass die Aggression unter den Inselbesuchern zugenommen habe und viele auch das Hundeverbot missachten. Deshalb beschäftige die Stadt dort an den Hauptsaisontagen mittlerweile regelmäßig einen Sicherheitsdienst, was hohe Kosten verursache. „Und die Aggression führt auch dazu, dass viele Familien mit Kindern von der Wiese fernbleiben“, befürchtet er. Lob zollten unterschiedlich Seiten dem städtischen Bauhof, der die Ordnung auf der Insel immer sehr schnell wieder herstelle.

Verkehr ist große Belastung

Dass viele Touristen mit ihren Autos in den Seitenstraßen Parkplätze suchen, beklagten die Anwohner ebenfalls, und sie vermissen Kontrollen zu den Falschparkern. Für zusätzlichen Parkraum kam aus der Versammlung der Vorschlag, den Parkplatz am Hermann-Löns-Weg mit einem zweiten Deck zu versehen. Diese Möglichkeit, sein Auto in der Nähe der Badeinsel abzustellen, sei generell wohl auch nicht bekannt genug.

Viele Besucher wollen möglichst nah an der Badeinsel parken und suchen in den Seitenstraßen, wenn der ausgewiesene Parkplatz voll ist. Quelle: Sven Sokoll

Klar ist, dass auch der Ortsrat den Parksuchverkehr minimieren will und an entsprechenden Konzepten arbeitet. Viele wünschen sich, dass die Autos am Ortsrand abgestellt werden und die Touristen dann mit anderen Verkehrsmitteln zur Badeinsel gelangen, etwa mit Schiffen oder dem schon existierenden Zug auf der Straße. Dabei sollten die Großparkplätze außerhalb anders als bisher günstiger als in der Ortsmitte sein. „Es ist aber klar, dass wir Ergebnisse hier nur schrittweise erzielen werden“, sagte Bredthauer. Für den Verkehr im Tourismusort will die SPD noch einmal eine eigene Veranstaltung machen.

Zur Sprache kam aber erneut auch eine mögliche Wiederbelebung eines Bahnanschlusses nach Steinhude. Die Steinhuder SPD will das im Hinterkopf behalten, sieht dazu aber derzeit wohl zu viele Widerstände.

Weitere Nachrichten aus Wunstorf finden Sie hier.

Von Sven Sokoll

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