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Stadt Wunstorf Grüne sorgen sich um Grundwasser unter Sigmundshall
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Grüne sorgen sich um Grundwasser unter Sigmundshall
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18:09 26.07.2019
Die Rekal-Anlage ist ein wichtiges Instrument für die Begrünung in den nächsten Jahren. Quelle: Sven Sokoll
Bokeloh

Der Arbeitskreis der Grünen für das Unternehmen Kali & Salz will das Planfeststellungsverfahren für die Rekal-Anlage im Bokeloher Werk Sigmundshall kritisch begleiten und sorgt sich dabei um die Belastung des Grundwassers. Der Kreis besteht schon seit einigen Jahren und umfasst neben Landes- und Kommunalpolitikern auch Bürgerinitiativen. In der Untergruppe für Sigmundshall sind die Regions- und Ratspolitikerinnen Anne Dalig (Wunstorf) und Ute Lamla (Neustadt) aktiv.

In einem Positionspapier weisen sie darauf hin, dass nach dem Monitoring das Grundwasser in Teilbereichen mit Salz belastet ist. Diese weiten sich in Richtung Wunstorf und zum Steinhuder Meer hin aus. Die Abdeckung der Halde mit dem Rekal-Substrat aus dem Aluminiumrecycling habe aber auch dazu geführt, dass weitere chemische Stoffe aus diesem Verfahren im Grundwasser nachweisbar seien. „Die Abdeckung, um die Salzabwehungen in die Umgebung zu verhindern, stellt sich als eine Verschlimmbesserung dar“, schreiben sie deshalb.

K+S führt auch Baustoffrecycling mit auf

Für das Planfeststellungsverfahren, mit dem die Rekal-Anlage auch über das Ende des Kaliabbaus genehmigt werden soll, fordern die Grünen deshalb klare Aussagen darüber, wie der K+S-Konzern künftig das Grundwasser vor Belastungen schützen soll. Die Grünen wollen geklärt sehen, ob für die Beregnung der Halde auch Trinkwasser eingesetzt wird, das in trockenen Jahren knapp werden kann. Und sie wollen wissen, wie das Grundwasser belastet wird, wenn K+S das Bergwerk mit salzhaltigem Wasser aus anderen Standorten fluten will.

Aufgefallen ist den Grünen zudem, dass K+S in seinem Antrag auch das firmeneigene Baustoffrecycling in den Rahmenbetriebsplan mit aufgenommen hat. Wenn Material daraus zusätzlich für die Abdeckung verwendet werden soll, müssten die Folgen für die Umwelt und insbesondere das Grundwasser untersucht werden. Auch für die Leine, in die das Haldenabwasser eingeleitet wird, befürchten die Grünen weitere Belastungen.

Von Sven Sokoll

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