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Stadt Wunstorf K+S: Auch die Ortsräte sprechen sich für festes Ende der Rekal-Anlage aus
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf K+S: Auch die Ortsräte sprechen sich für festes Ende der Rekal-Anlage aus
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13:14 30.08.2019
Der Kaliberg in Bokeloh wird in den nächsten Jahren begrünt. Quelle: Sven Sokoll (Archiv)
Bokeloh/Mesmerode

Der weitere Betrieb der Rekal-Anlage auf dem Betriebsgelände von Sigmundshall ist am Donnerstag in einer gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Mesmerode und Bokeloh in der Grundschule Bokeloh diskutiert worden. Dabei stellten Vertreter von K+S die Details vor.

Werksleiter Gereon Jochmaring betonte, dass es sich um einen seit 20 Jahren bewährten Prozess handele, der auch nach dem Ende des Kaliabbaus fortgeführt werden soll. Die Rekal-Anlage mit rund 40 Mitarbeitern recycelt Salzschlacken aus der Sekundäraluminium-Fertigung. Am Ende bleibt ein Substrat, das noch einen 30-prozentigen Zusatz von Kraftwerksaschen bekommt und dann zur Abdeckung auf die Halde gebracht wird. „Die Begrünung darauf funktioniert gut“, sagte Jochmaring, der schätzt, dass dieser Prozess im Zeitraum zwischen 2032 und 2034 abgeschlossen werden kann.

Ortsräte stimmen für Stellungnahme der Stadt

Die verarbeiteten Mengen sollen sich dabei auch künftig nicht ändern. Bisher wird auf Lastwagen das Fünffache der Schlackenmenge angeliefert im Vergleich zur Bahn. Die Anteile zu verschieben sei schwierig, weil viele kleinere Herkunftsbetriebe nicht mit der Bahn arbeiten wollen. Jochmaring betonte, dass K+S Anlieferungen zurückweist, wenn das Material von dem zugelassenen abweicht.

Auf Nachfrage von Heinz Widdel (CDU, Mesmerode) bejahte Jochmaring, dass ohne den Rekal-Prozess anderes Material an den Standort transportiert werden müsste, mit dem die Halde abgedeckt werden kann. Der vorbereiteten Stellungnahme der Stadtverwaltung, die unter anderem ein fixes Enddatum für die Rekal-Anlage und die Mahnung für eine möglichst geringe Belastung für die Bürger enthält, stimmten beide Ortsräte einstimmig zu. Mesmerodes Ortsbürgermeister Ulrich Troschke (SPD) kündigte an, dass K+S im Oktober erneut zu einer Sitzung kommen wird, um über alle Fragen rund um das Werk zu reden.

Weniger Beschwerden über Gerüche

Zu den Geruchsbelästigungen in der Nachbarstadt sagte Jochmaring, dass die Abläufe erneut verbessert wurden und die Zahl der Beschwerden in letzter Zeit zurückgegangen sei. Wo Gerüche festgestellt werden, lasse die Werksleitung immer auch messen. Dabei hätten sich aber noch keine Gefährdungen gezeigt. Neben einigen kritischen Nachfragen, etwa mit der Bitte, Umweltmessdaten öffentlich zu machen, meldete sich auch Marion Nowak aus den Reihen der Bürger zu Wort und sagte: „Wir haben viele Jahre gut von dem Werk profitiert. Jetzt ist klar, dass es natürlich auch Belastungen gibt.“

Das Kraftwerk, das warmes Wasser für das benachbarte Freibad liefert, hat nur noch bis Ende 2022 eine Betriebsgenehmigung. „Für unseren aktuellen Bedarf ist es aber überdimensionert“, sagte der Werksleiter. Er hält aber für möglich, dass das Sigmundshall auch künftig noch Wasser liefern kann. Fest versprechen kann er das aber nicht.

Bäderbetriebe investieren weiter

Der neue Geschäftsführer Christoph van Bebber kündigte für die Bäderbetriebe an, vor der nächsten Saison den nächsten Teil der Sanierungsschritte zu erledigen,die im Gutachten der Firma Purena empfohlen worden waren. Die Liste soll vorher aber noch einmal überprüft werden. Erwartet wird dennoch, dass das Bad pünktlich zum 15. Mai öffnen kann.

Van Bebber wünscht sich, dass die Zahl von Saisonkarten von bisher 134 vielleicht noch gesteigert werden kann. Dazu entgegneten Ortsratspolitiker und Bürger aber, dass dafür die Öffnungszeiten ausgeweitet werden sollten. Die Bäderbetriebe sagen aber, dass ihre Personaldecke jetzt schon an die Grenzen kommt und neue Mitarbeiter schwer zu finden sind.

Von Sven Sokoll

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