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Stadt Wunstorf Bürger diskutieren: Wie soll der Barneplatz künftig aussehen?
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Bürger diskutieren: Wie soll der Barneplatz künftig aussehen?
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17:42 10.11.2019
Workshop zum Barneplatz: Oliver Kuklinski moderiert die Veranstaltung in der Otto-Hahn-Schule. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Der Barneplatz besitzt derzeit den Charme der Sechzigerjahre – deshalb soll er umgestaltet und attraktiver gemacht werden. Zwei Varianten für eine Neugestaltung des Areals haben Planer und Vertreter der Stadtverwaltung am Sonnabend in der Otto-Hahn-Schule vorgestellt. Dazu gehört auch ein verbessertes Verkehrskonzept. Bei der als Workshop angelegten Veranstaltung konnten die rund 40 Teilnehmer in drei verschiedenen Gruppen zu den Themen Parkplätze, Straße und Platzgestaltung mitdiskutieren und weitere Anregungen für die Gestaltung einbringen.

Bänke, Grün und ein Brunnen

Beide Konzepte für vier Bauabschnitte sehen ausreichend Bänke und Grün, ein Wasserspiel und eine Spielmöglichkeit für Kinder vor. Während die Angebote in Variante 1 eher streifenförmig angelegt sind, schafft der zweite Vorschlag runde Kommunikationsinseln und Spielangebote. In beiden Varianten sollen die Kinder einen eigenen Bereich mit Wasserspiel oder flachem Brunnen erhalten.

„Wir haben das bewusst getrennt. Wenn wir den in die Mitte des Platzes gelegt hätten, fühlen sich einige gestört“, sagt Landschaftsarchitektin Christine Früh. Großen Wert werde auch auf die Barrierefreiheit gelegt. Ebenso sollen ausreichend Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Zudem geht aus den Plänen hervor, dass eine zusätzliche Bushaltestelle an der Ecke zur Rembrandtstraße denkbar ist. Der Barneplatz soll auf das Niveau der Barnestraße abgesenkt werden. Dadurch soll, eine Begegnungszone für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer geschaffen werden.

Vorstellbar wäre dort eine Tempo-20-Zone, so die Planer. Als Vorbild nannte Diplomingenieurin Sabrina Stieger vom Planungsbüro Haller den Platz der Weltausstellung in Hannover.

Workshop zum Barneplatz: Diskussion über den Kreisel. Quelle: Rita Nandy

Verkehrsberuhigung findet Zuspruch

Um die unübersichtliche Verkehrssituation an der Einmündung Am Hasenpfahl/Barnestraße zu entschärfen und den Verkehr zu beruhigen, soll ein Kreisel entstehen. Helmut Prietz vom Kneipp-Verein fürchtet bei einem Kreisel einen Rückstau bei hohem Verkehrsaufkommen. Stephan Kuckuck vom Projekt Kurze Wege gefällt dagegen die Idee eines komplett verkehrsberuhigten Bereiches. Geregelte Parkzeiten fordert Gunnar Griese von der Diakonischen Altenhilfe. Ihm gefalle die zweite Variante besser, sagt Manfred Riehl: „Die scheint mir attraktiver. Sie hat einen schönen Mittelpunkt und ist kommunikativer.“

Workshop zum Barneplatz: Manfred Riehl bevorzugt die zweite Variante. Quelle: Rita Nandy

„Jeder Stellplatz zählt“

Dass Variante 2 mit den runden Kommunikationsinseln bei den Wunstorfern besser ankommt, wurde auch in der Abschlussrunde deutlich. Viele forderten Platz zum Aufstellen einer Veranstaltungsbühne und sprachen sich für einen Kreisel aus. Über die Notwendigkeit einer Bushaltestelle sei kontrovers diskutiert worden, sagte Wolfgang Haller, Gesellschafter von SHP Ingenieure. Zudem machten die Teilnehmer deutlich: „Jeder Stellplatz zählt.“

Workshop zum Barneplatz: Für Rollstuhlfahrer Olaf Engel ist vor allem die Barrierefreiheit wichtig. Quelle: Rita Nandy

Stadt stellt Dokumentation ins Netz

In einem nächsten Schritte sollen die Ergebnisse des Workshops dokumentiert und die Pläne überarbeitet werden, kündigt Stadtplaner Peter Pfadenhauer an. Eine Präsentation der Veranstaltung werde demnächst auf der Homepage der Stadtverwaltung veröffentlicht. Dort ist auch die Dokumentation des ersten Workshops aus dem Jahr 2017 zu finden. Die Planungen waren etwas ins Stocken geraten, weil zunächst eine Einigung mit den Eigentümern erzielt werden musste. Anfang nächsten Jahr sollen die überarbeiteten Pläne der Politik vorgestellt werden.

Für 2021 ist die Umgestaltung des Barneplatzes vorgesehen. Insgesamt sind dafür 1,2 Millionen eingeplant. Wann die weiteren Bauabschnitte realisiert werden können, stehe noch nicht fest, dämpft Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt ein wenig die Euphorie mit Blick auf die Kosten. „Es kann sich ein bisschen strecken.“

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Von Rita Nandy

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