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Stadt Wunstorf Durch Revierkämpfe bleiben Störche in Wunstorf ohne Nachwuchs
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Durch Revierkämpfe bleiben Störche in Wunstorf ohne Nachwuchs
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08:03 29.08.2019
Zwei Störche kämpfen um das Nest in Steinhude am Wasserrückhaltebecken in der Nähe des Wohnmobilparkplatzes. Quelle: Reinhard Löhmer
Wunstorf

Alle Störche sind im vergangenen Jahr erstmals nach der Brutsaison gen Süden geflogen. „Selbst das Brutpaar in Bokeloh, das seit über 15 Jahren immer vor Ort zurückgeblieben ist“, berichtet der Naturschutzbeauftragte für die Weißstörche, Reinhard Löhmer. Im Winter ernährten sich die Störche hauptsächlich von Regenwürmern. Aufgrund der trockenen Witterung seien diese jedoch kaum an die Oberfläche gekommen. Noch im Jahr zuvor gab es ein reichliches Nahrungsangebot.

14 Paare ziehen 25 Jungtiere auf

Und während die ersten Tiere aus Richtung Spanien Anfang Februar zu den Nestern zurückkehrten, folgten die Spätankömmlinge aus der Sahelzone erst Ende April/Anfang Mai. Da waren bereits alle Nester besetzt. So kam es zu starken Revierkämpfen. Eine heftige Auseinandersetzung habe er in Steinhude in der Nähe des Wohnmobilparkplatzes am Rückhaltebecken beobachtet, erzählt Löhmer.

Auch ein Teil der Nester in Kolenfeld, Bokeloh und Großenheidorn blieb leer. 14 Paare sorgten 2019 für 25 Jungtiere. Im Jahr zuvor hatten zwölf Paare 31 Junge aufgezogen. Ein neues Nest sei in Kolenfeld am Ortsausgang nach Haste entstanden. Einen ungewöhnlichen Nistplatz suchte sich ein Paar in Mesmerode. In der Siedlung am Kaliberg wählten sie eine Trauerbuche für ihren Nachwuchs.

Babyboom in der Region Hannover

In der Region Hannover gab es hingegen einen regelrechten Babyboom. 73 Storcheneltern haben 159 Junge aufgezogen, 45 mehr als im vergangenen Jahr. Die Ursachen dafür seien nicht abschließend geklärt, erläutert der Storchenexperte. Der Weg aus dem spanischen Winterquartier sei für die Westzieher weniger strapaziös. Dadurch habe sich die Zahl der Todesopfer verringert. Zum Anstieg haben auch frühreife Klapperstörche beigetragen, die bereits im Alter von zwei Jahren brüten. Zu den neun Paaren ohne Nachwuchs zählen fünf aus Wunstorf.

Von Rita Nandy

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