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Stadt Wunstorf Gebühren auf städtischen Friedhöfen steigen um 15 Prozent an
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Gebühren auf städtischen Friedhöfen steigen um 15 Prozent an
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12:00 30.09.2019
Auf den städtischen Friedhöfen wie hier in Kolenfeld steigen die Gebühren. Quelle: Kathrin Götze
Wunstorf

Wegen steigender Kosten müssen die Gebühren auf den städtischen Friedhöfen in Bokeloh, Idensen, Mesmerode, Kolenfeld und dem städtischen Teil des Luther Friedhofs deutlich für die nächsten beiden Jahre steigen. Um den Anstieg abzumildern, hat die Stadtverwaltung aber vorgeschlagen, den städtischen Anteil an den Kosten zu erhöhen.

Gebühren decken Kosten nicht

Die Gebühren waren vor zwei Jahren zuletzt neu festgesetzt worden. Schon bisher hatten sie nicht alle Kosten gedeckt. Der Rat hatte zuletzt beschlossen, bei den unterschiedlichen Grabnutzungen in der Regel nur 80 Prozent der Kosten zu erheben. Von den Grünflächen flossen auch nur drei Viertel der Kosten in die Kalkulation ein, weil sie auch unabhängig von den Gräbern einen Erholungswert für die Allgemeinheit bieten.

Für die Arbeiten auf den Friedhöfen sind die Kostensätze des Baubetriebshofes mit Wirkung vom nächsten Jahr nun angehoben worden. Für das nächste Jahr plant die Stadt außerdem Investitionen in die Kapelle in Idensen. Dazu kommt, dass eine rückläufige Zahl von Nutzungsrechten vergeben wird, sodass auf jeden einzelnen Fall ein höherer Anteil an den Gesamtkosten entfällt.

Sätze steigen um rund 15 Prozent

Wollte die Stadt die Kosten künftig decken, müssten die Grabnutzungsgebühren künftig um 30 Prozent steigen. Um das abzufedern, will sie die Zielmarke bei der Kostendeckung von 80 auf 70 Prozent absenken, bei der Kapellennutzung von 75 auf 65 Prozent.

Bei Reihengräbern kostet die Nutzung von Sarggrabstätten damit künftig 1146 Euro. Für Urnen steigt der Satz auf 768 Euro. Für Wahlgräber sind für eine Sarggrabstätte 1584 Euro zu zahlen, für zwei Stellen mit Urnen 876 Euro. Das sind jeweils rund 15 Prozent mehr.

Ab dem 22. Oktober beraten zunächst die betroffenen Ortsräte über den geplanten Anstieg. Am 18. Dezember soll der Rat die geänderte Gebührensatzung dann so beschließen.

Von Sven Sokoll

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