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Stadt Wunstorf Haster fordern Alternativen zu Soletransport zu Sigmundshall
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Haster fordern Alternativen zu Soletransport zu Sigmundshall
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13:04 03.11.2019
Am Haster Bahnhof könnte eine Sole-Entladestation für die Flutung des Bergwerks Sigmundshall entstehen. Quelle: Andrea Göttling
Haste/Kolenfeld/Bokeloh

Gegen die Pläne von K+S, Sole vom Bahnhof Haste zum Kaliwerk Sigmundshall zu transportieren, regt sich Widerstand. Eine Einschätzung, die Wasserentladestation zur Flutung des Bergwerks sei alternativlos, ist aus Sicht des Ortes wohl überholt. Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann hat gegenüber Ratsmitgliedern von einem Informationsgespräch im Kaliwerk berichtet. Auch im Nenndorfer Umweltausschuss äußerten sich Politik und Verwaltung – wobei dort noch die alte Variante als aktuell bezeichnet wurde.

Auf dem Gelände bei Bokeloh werde zeitnah eine Entladestation gebaut, wie Sandmann erklärte. Mit der Einleitung von Wasser könne wohl 2021 begonnen werden. Doch brauche es mindestens noch eine zweite Entladestelle. Alternativ sei im Gespräch, die bereits vorhandene Infrastruktur des Kaliwerks Friedrichshall bei Sehnde zu nutzen, erläuterte der Bürgermeister. Dort gebe es bereits eine Entladestation – und zwar unweit vom Mittellandkanal.

Pendelverkehr auf Kanal möglich

Von dort könnte ein Schiff-Pendelverkehr zum Hafen bei Kolenfeld eingerichtet werden, von wo aus wiederum eine Pipeline zum Kaliwerk gebaut werden könnte. „Das ist für mich die deutlich vernünftigere Variante“, sagte Sandmann. So müsste keine Pipeline durch den Haster Wald gezogen werden. Angrenzend zum Hafen gebe es keine Wohngebiete, wo sich Menschen an dem Lärm stören würden.

Im Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde sagte Bauamtsleiterin Annette Stang einige Tage später, dass das Kali-Unternehmen nach wie vor plane, das salzhaltige Wasser per Zug nach Haste zu transportieren. Von dort aus führe dann die besagte Pipeline zu dem Einleitepunkt bei Kolenfeld.

Die Politiker des Samtgemeinde-Gremiums hielten die Pläne für reichlich absurd. Schließlich habe vor allem die Stadt Wunstorf von dem Bergwerk profitiert. Jetzt, wo es stillgelegt sei, soll in der Samtgemeinde Nenndorf die Hauptbelastung der Nachbereitungsarbeiten abgeladen werden. Laut Stang äußerte sich die Verwaltung bei einem Besuch der Planer im Rathaus ähnlich. Die Replik habe gelautet: Auch Bürger der Samtgemeinde Nenndorf hätten dort gearbeitet.

Gemeinde pocht auf Alternativen

Insgesamt habe Stang einen nachdenklich stimmenden Eindruck von dem Gastspiel mitgenommen. „Das war irgendwie ein sonderbarer Besuch“, sagte die Amtsleiterin. Sie und die übrigen Nenndorfer Beteiligten hätten das Gefühl bekommen, dass die Planer bereits auf das Verfahren inklusive Verladebahnhof bei Haste festgelegt seien.

Nach dem ersten Nein zu den aktuellen Plänen hätten die Besucher gefragt, welches „Päckchen“ sie der Samtgemeinde schnüren könnten, damit diese zustimme. „Da haben wir erst recht Nein gesagt. Wir wollen das so einfach nicht“, berichtete Stang. Dies muss aber nicht das letzte Wort sein. Denn es beginnt ein reguläres Planungsverfahren, bei dem die Samtgemeinde umwelt- und immissionsschutzrechtliche Einwände äußern will. Auch für Alternativen will sie sich weiter stark machen.

Von Andrea Göttling und Guido Scholl

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