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Stadt Wunstorf Ballettschule probt intensiv für „Coppélia“
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Ballettschule probt intensiv für „Coppélia“
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17:00 12.10.2019
Konzentrierte Arbeit ist gefragt bei den Proben im Saal der Ballettschule Sylvia Hirsch. Quelle: Albert Tugendheim
Wunstorf

Die Anweisungen der Ballettlehrerin Sylvia Hirsch kommen präzise und deutlich. Ihre Schüler im Ballettsaal der Schule in der Wasserzucht hören konzentriert zu und setzen die Hinweise um. Die Mädchen und Jungen – genau genommen ist es einer – müssen sich lange konzentrieren, denn sie sind in der Schlussphase der Proben für eine der beliebten Aufführungen der Schule. Dafür opfern die jungen Tänzer sehr viel Zeit in diesen Herbstferien.

Premiere der Aufführung ist am Sonntag, 27. Oktober. Sylvia Hirsch hat sich in diesem Jahr das Ballett „Coppélia“ auf ihren Spielplan gesetzt. „Der Reiz dieses Stückes ist, dass es sich um ein Handlungsballett handelt“, sagt die diplomierte Ballettlehrerin. Das Reizvolle stellt aber auch die Schülerinnen vor neue Aufgaben, denn der schauspielerische Ausdruck ist bei diesem Ballett besonders wichtig. Mit Tanzschritten und Pantomime die Geschichte der Puppe Coppélia erzählen – vor dieser Anforderungen stehen die Schüler.

Gasttänzer sind mit auf der Bühne

Wie für all ihre Aufführungen ist es Hirsch wieder gelungen, Gasttänzer einzubinden. Davide Sioni vom niedersächsischen Staatstheater Hannover übernimmt die Rolle des Bräutigams Franz, der sich am Tag vor seiner Hochzeit plötzlich für eine unbekannte Schöne interessiert, ohne zu wissen, dass es sich dabei um eine Puppe handelt. Die Puppe ist ein Werk des Dr. Coppéllius, dessen Rolle tanzt Niels Funke. Der ehemalige Tänzer des niedersächsischen Staatstheaters ist dem Wunstorfer Publikum bereits aus Gastrollen bei Aufführungen der Ballettschule Hirsch bekannt.

Die Hauptrolle, die der Braut Swanilda, tanzt Lilli Smolnik. Lehrerin Hirsch lobt ihre Schülerin, die es versteht, Tanz und Schauspielerei zu verbinden. Die erfahrene Ballettlehrerin bescheinigt der jungen Tänzerin großes Talent. „Alle drei Akte tanzt sie auf Spitze und erstmals ein Pas de deux“, sagt Hirsch. Das Duett tanzt sie mit dem Profitänzer Sioni.

Alle sind für Umsetzung wichtig

Aber Hirsch vergisst nicht, ihren Schüler zu betonen, dass auch die Tänzer mit den kleinsten Anteilen unverzichtbar und wichtig sind für das Gelingen der Gesamtaufführung.

Nicht nur für die Schüler, auch für Sylvia Hirsch bedeutet die Vorbereitung auf die drei Vorstellungen jede Menge Konzentration und Anstrengung. Sie hat die Wunstorfer Ballettschule 1990 von ihrer Mutter übernommen. Immer noch sind ihr die Liebe und die Leidenschaft für den Tanz anzumerken. Ohne Assistenz stemmt sie die hohen Anforderungen, die sie an sich stellt. Und an ihre Schülerinnen.

Die müssen bis zur Premiere noch so manche Stunde üben. Das in den nächsten Tagen nicht mehr nur im Schulsaal, sondern auch auf der Bühne des Stadttheaters. Dort zeigen sie dann die Geschichte der Coppélia. Der Komponist Léo Delibes hat die Musik 1870 geschrieben. Die Inszenierung und Choreographie von Sylvia Hirsch orientiert sich an der Originalchoreographie von Arthur Saint-Léon.

Karten für drei Aufführungen noch zu haben

Die Premiere des Balletts Coppélia in der Inszenierung der Wunstorfer Ballettlehrerin Sylvia Hirsch beginnt am Sonntag, 27. Oktober, im Stadttheater Wunstorf um 16 Uhr. Zwei weitere Aufführungen sind angesetzt, am Sonnabend, 2. November hebt sich der Vorgang um 19 Uhr, am Sonntag, 3. November um 16 Uhr.

Karten kosten im Vorverkauf zwischen 25 und 29 Euro, Studenten zahlen 20 Euro, Kinder unter 14 Jahren 18 Euro. Auch an der Abendkasse sind Karten erhältlich. Karten gibt es in der Buchhandlung Weber, Lange Straße 22, unter unter www.proticket.de.

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Von Albert Tugendheim

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