Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Wunstorf Investitionen sind Grundlage von Erfolg
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Investitionen sind Grundlage von Erfolg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 25.01.2019
Na ja, der Wunstorf-Schirm als Gastgeschenk der Wunstorfer CDU für den 96-Präsidenten Martin Kind hat nun mal die Farben der Konkurrenz von Eintracht Braunschweig. Aber es gab ja auch noch einen Aal aus dem Steinhuder Meer. Quelle: Albert Tugendheim
Wunstorf

Wettbewerb ist die Antriebskraft der Wirtschaft. So lautet eine der Kernthesen des Unternehmers Martin Kind, die er Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der CDU Wunstorf postulierte. „Vom Mittelmaß und Spitzenklasse – wie das Außergewöhnliche entsteht“ so war der Vortrag des Chef der Kind-Gruppe betitelt. Zudem ist er bekanntlich Präsident von Hannover 96. Auch wenn bei der Profifußballmannschaft der 96er derzeit von Spitzenklasse und nicht mal von Mittelmaß die Rede sein kann: Ganz ohne einen Exkurs über den Verein ging es dann nicht, da hatte Kind die Erwartungen der Zuhörer in der rappelvollen Abtei wohl richtig eingeschätzt.

Eine Profi-Abteilung im Fußball ist nach Kinds Auffassung ein Wirtschaftsunternehmen. Und das Unternehmen Bundesligamannschaft Hannover 96 steht im Moment in jeder Beziehung schlecht da. Sportlich auf dem vorletzten Tabellenplatz (die erste Halbzeit des jüngsten Heimspiels gegen Werder Bremen nannte Kind „desaströs“), aber auch wirtschaftlich. In den vergangenen zwei Jahren gab der Klub 45 Millionen Euro für neue Spieler aus, erzielte aber aus dem Verkauf von Spielern 27 Millionen weniger Erlöse. Angesichts der bedrohlichen Lage mit dem neuerlichen Abstieg aus der ersten Liga sagte der 96-Präsident: „Wir sind an einem Punkt, an dem Entscheidungen nötig sind, um den Klassenerhalt zu sichern.“ Welche Entscheidungen das sein werden, das sagte Kind nicht.

Martin Kind spricht bei der Wunstorfer CDU Quelle: Albert Tugendheim

Was die Infrastruktur angehe, sei mit dem Stadion und auch mit dem Nachwuchsleistungszentrum der Verein konkurrenzfähig. Auch der gemeinnützige Verein mit seinen 17 Abteilungen und dem neuen Breitensportzentrum sei gut aufgestellt. Aber im Wettbewerb der Bundesliga reiche eine regionale Marke nicht. Die Wirtschaftskraft der Region sei nicht ausreichend, um Bundesligafußball zu organisieren. Das wollen, so Kind mit Blick auf seine Kritiker, viele nicht hören. Allerdings vermisse er bei denen plausible Konzepte. „Nur schöne Worte helfen nicht“, sagte er.

Das gilt natürlich auch in der bundesdeutschen Wirtschaft. Die habe von der politischen Stabilität in Deutschland in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg profitiert. Deshalb müsse die Stabilität in der Politik bleiben, mahnte Kind an. Er lobte immer wieder die Politiker aller Ebenen ob ihres schwierigen Geschäftes. Wunstorfs CDU-Chef Martin Pavel und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hatten zu Beginn des Empfangs Bemerkungen zur Lage In Deutschland und in Wunstorf gemacht. Martin Kind sieht das so: Im Moment ist in Deutschland vieles gut, der Wohlstand ist gewachsen, die Sozialsysteme sind stabil. Aber: „Wir leben von der Substanz.“ Dann sagt der überaus erfolgreiche Unternehmer bezogen auf die Gesamtwirtschaft: Die Abschreibungen seien höher als die Investitionen, das sei auf Dauer Selbstmord. Investitionen seien die Grundlage des Erfolges – auch ganz nebenbei ein Lob für die Wunstorfer Entscheidungsträger. Die Stadt stemmt viele Investitionen.

Das Industriezeitalter sei zu Ende, ein Neues habe begonnen. Damit lenkte der Unternehmer Kind auf die Zukunft, und die ist nun mal digital – und Deutschland dabei noch nicht wettbewerbsfähig. Veränderungsbereitschaft sei nötig, Kreativität und auch Risikobereitschaft. Es bedürfe der Ziele, der Motivation und der Innovation – das sagt der 75 Jahre alte Unternehmer, der immer noch Spaß an der Arbeit hat und in seinem Hörgeräte-Produktionsstandort eine Regel eingeführt hat: Bedenkenträger haben 5 Minuten Redezeit, Ideenträger 55. Noch Fragen?

Von Albert Tugendheim

Die Otto-Hahn-Schule und die IHK sind eine Kooperation mit dem Luther Unternehmen Marley eingegangen. Ziel ist unter anderem, Schülern bei der Berufsorientierung zu helfen.

27.01.2019

Eine Einwohnerbefragung zur Straßenausbaubeitragssatzung wird es nicht geben. Die Grünen-Ratsfraktion wollte diese initiieren. Die Gruppenpartner SPD und FDP haben den Vorschlag abgelehnt.

27.01.2019

Rund 2000 Mitarbeiter arbeiten im Schichtsystem auf dem Fliegerhorst. Kommodore Bette plant den Bau einer Kindertagesstätte und hat das Vorhaben auch schon der Verteidigungsministerin präsentiert.

27.01.2019