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Stadt Wunstorf Künstlerin Kolter stellt im Wohnzimmer aus
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Künstlerin Kolter stellt im Wohnzimmer aus
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17:56 03.09.2019
Für die Ausstellung "Europa. Ein Gesicht" öffnet Künstlerin Sieglind-Ursula Kolter ihr Haus in der Maxstraße für Besucher. Quelle: Christiane Wortmann (Archiv)
Wunstorf

Malerei und Poesie sind die Ausdrucksformen für Künstlerin Sieglind-Ursula Kolter. Der Titel ihrer neuen Ausstellung lautet „Europa. Ein Gesicht“. Die Schau ist am Sonntag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr in ihrer Wohnzimmergalerie in der Maxstraße 7 zu sehen. Es ist bereits das vierte Mal, dass die Wunstorferin ihr Haus öffnet, damit Besucher ihre Kunst betrachten können. Kolter möchte die Menschen mit ihrer Malerei zum Nachdenken anregen. Diese Ausstellung gestaltet sie ausschließlich mit Porträts. Damit möchte die Künstlerin zum Verständnis unserer augenblicklichen Lebenssituation in Europa beitragen.

Jeder Ausdruck zeigt neue Geschichte

So zeigt beispielsweise das Bild auf der Einladungskarte ein Gesicht mit einer lachenden und einer traurigen Seite. „Die Faszination des Menschen liegt in seinem Gesicht, in dem alles spiegelt und scheint: Freud und Leid, Liebe und Hass“, sagt Kolter. In den Augen und der Mimik gründe seine Seele, die keine Alterung kenne und unsterblich sei. Die Unterscheidung „Europa. Ein Gesicht“ liegt für sie nur im Äußeren. Jeder Ausdruck zeigt eine neue Geschichte, jede Wahrnehmung ein anderer Lebenslauf.

Künstlerin verwendet unterschiedliche Techniken

Kolter malt seit mehr als 30 Jahren. Die Auswahl ihrer Bilder zeigt ihren künstlerischen Werdegang. Sie bezeichnet sich selbst als Autodidaktin und hat nie einen Malkurs besucht. „Ich male intuitiv und abstrakt“, betont Kolter. Zur Kunst ist die 75-Jährige mit ersten Bleistiftzeichnungen gekommen. Heute verwendet sie unterschiedliche Techniken. Dazu gehören eine Nass-in-Nass-Technik sowie die Drucktechnik Monotypie. Die Künstlerin liebt klare Farben und starke Ausdrucksformen.

Mit Preis der Stadt Flers ausgezeichnet

Im Alter von drei Jahren ist die gebürtige Neißerin Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihrer Familie als Flüchtling nach Wunstorf gekommen. Mit 19 Jahren zog Kolter nach Süddeutschland, lebte in Tübingen und im Odenwald. Nach 52 Jahren kehrte sie nach Wunstorf zurück und zog in ihr Elternhaus. Kolter hat bereits in Weißrussland, Polen, in der Schweiz und in Frankreich ausgestellt. Sie sucht nicht nur die Begegnung mit anderen Künstlern, sondern auch mit Musikern und Literaten. Ende 2017 erhielt Kolter den Preis der Wunstorfer Partnerstadt Flers.

„Die Menschen sollen sich nicht nur mit meinen Bildern, sondern vor allem mit sich selbst beschäftigen“, wünscht sich die Künstlerin. Sie möchte, dass die Besucher ihre Bilder unter dem Aspekt des Friedens betrachten. Versöhnung und Frieden seien für sie gleich Liebe, sagte sie zu einer früheren Ausstellung.

Von Anke Lütjens

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