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Stadt Wunstorf Lufttransportgeschwaders warnt vor lauten Flügen zum Tag der Bundeswehr
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Lufttransportgeschwaders warnt vor lauten Flügen zum Tag der Bundeswehr
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19:27 11.06.2019
In Flughöhen von 200 bis 300 Metern wurde das Verfahren erprobt. Quelle: Bundeswehr/Simon Otte
Wunstorf

Auch wenn der Fliegerhorst Wunstorf in diesem Jahr nicht am Tag der Bundeswehr teilnimmt, wird die bundesweite Veranstaltung am Sonnabend, 15. Juni, sich auch dort und in der Umgebung bemerkbar machen. Wie die Pressestelle des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 mitgeteilt hat, soll ab Mittwoch, 12. Juni bis über das Wochenende verstärkt geflogen werden, und zwar auch mit Jets.

Zwei Eurofighter sollen Wunstorf nämlich als Start- und Landepunkt für ihre Vorführungen nutzen. Auch das Wunstorfer Transportflugzeug Airbus A400M wird an anderen Standorten in der Luft präsentiert und deshalb vermehrt dorthin fliegen. Zunächst werden daher Übungsflüge notwendig sein, am Wochenende dann die für die richtigen Shows. Dabei warnt das Geschwader, dass die lauten Jets vor allem am Wochenende häufig im Einsatz sein werden.

Der Fliegerhorst Wunstorf hatte sich nach seinem starken Umbau der vergangenen Jahre im vergangenen Jahr mit einem großen organisatorischen Aufwand erstmals am Tag der Bundeswehr beteiligt. Auch dabei hatte das Flugprogramm ein großes Publikum angelockt. Bei großer Hitze kamen gut 40.000 Besucher, allerdings etwas weniger als erwartet. In diesem Jahr gehören 14 Standorte zum Tag der Bundeswehr.

Abwurf von Lasten wird geübt

Unterdessen berichtet das Geschwader auch, dass mit dem neuen Flugzeugtyp A400M jetzt bei einer Übung im bayrischen Altenstadt auch der Abwurf von Material oder Hilfsgütern geübt worden ist. Das Verfahren ist wichtig, wenn Orte schwer zugänglich sind und die Güter schnell benötigt werden.

Gute Kommunikation und Abstimmung im Cockpit, mit dem Technischen Ladungsmeister im Laderaum und dem CCT am Boden, sind der Schlüssel zum Erfolg. Quelle: Bundeswehr/Simon Otte

Bei dem Test herrschten beste fliegerische Bedingungen mit Sonnenschein. Die Besatzung steuerte die Maschine in rund 300 Metern Höhe mit geöffneter Laderampe auf das Ziel zu. Trotz der Geschwindigkeit von 240 Kilometern pro Stunde konnte die Besatzung die Paletten an Fallschirmen so genau auf den Weg bringen, dass sie an der richtigen Stelle auf dem Boden landeten. Dafür musste der Zeitpunkt für das Absetzen zuvor aus verschiedenen Daten errechnet werden.

Bis zu 24 Tonnen können abgesetzt werden

Damit das gelingt, müssen Piloten, Ladungsmeister und ein Team am Boden sich ständig abstimmen. Im Laderaum sind die Paletten auf Rollen gelagert und setzten sich wegen des geneigten Flugzeugs nach dem Entriegeln selbst in Bewegung. Die Container können aus einfachen Mitteln zusammengebaut werden und sind damit günstig. An dem Fallschirm können sie bis zu einer Tonne Material beinhalten. Das Flugzeug kann dann gleichzeitig bis zu 24 solcher Einheiten abwerfen. Die Lastenschirme werden über eine Leine ausgelöst, die mit dem Laderaum verbunden ist.

Die angebrachten Leinen lösen den Fallschirm automatisch aus. Quelle: Bundeswehr/Simon Otte

Bei dem Truppenversuch hat das Geschwader mit der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 61 und dem Ausbildungsstützpunkt Altenstadt zusammengearbeitet. Die WTD 61 hat die Verpackung für die Lasten entwickelt. Der Stützpunkt stellte seinen Absetzplatz zur Verfügung, kommunizierte während des Fluges vom Boden aus und richtete die Lasten nach der Landung wieder auf. Die Wunstorfer bedankten sich anschließend für eine „gelungene Teamleistung“.

Von Sven Sokoll

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