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Stadt Wunstorf Bis die Schaufel bricht: Ministerpräsident Stephan Weil sticht Torf bei Steinhude
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Bis die Schaufel bricht: Ministerpräsident Stephan Weil sticht Torf bei Steinhude
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18:43 26.08.2019
Freyfischer Stephan Weil stößt auf eine Flasche Moorbock. Quelle: Anke Lütjens
Steinhude

Ministerpräsident Stephan Weil hat am Montag sein zweites Privileg als amtierender Steinhuder Freyfischer wahrgenommen. Er hat im Wunstorfer Moor Torf gestochen. Im ersten Jahr seiner Amtszeit hatte Weil bereits im September sein Recht auf einen Fischzug im Westen des Steinhuder Meeres eingelöst. Dabei wurde er vom Vorsitzenden des Fischervereins, Detlef Hodann, und von Uwe Tischmeyer begleitet.

Gastgeber begleiten Weil zum Torfstich

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Wunstorfs, Ulrich Troschke, ging es auf Anhängern mit drei Treckern ins Moor. Mit dabei waren die Gastgeber von den Steinhuder Torfmoorinteressenten, des Fischervereins, der Stadt und der Steinhuder Meer Tourismus Gesellschaft. Auch Bürgermeister aus Steinhude und den umliegenden Kommunen waren dabei, um das Spektakel zu verfolgen. „Das ist jetzt mein Schluss-Akkord als Freyfischer“, sagte Weil.

Freyfischer bricht Stiel der Schaufel ab

Altfischer Heinrich Engelmann, sein designierter Nachfolger Jörg Oesterheld und der Vorsitzende der Torfmoorinteressenten, Wilhelm Cordes, wiesen Weil in die Technik des Torfstichs ein. Nach einigen Soden hörten sie jedoch ein lautes „Knacks“ – und der Stil der Schaufel war abgebrochen. „Der Torfstich ist gar nicht so schlimm, wenn man das Arbeitsgerät kaputtmacht“, scherzte Weil, der alle mit einem freundlichen „Moin“ begrüßte. Nach dem Missgeschick musste er per Hand weiterstechen, bis er auf eine Flasche Schnaps stieß. Der Inhalt musste natürlich gleich probiert werden. „Nach dem Torfstich wird es aber angenehmer“, stellte Weil fest.

Torf wurde früher zum Heizen gebraucht

Von Cordes erfuhr der Ministerpräsident, dass vor 200 Jahren mit dem Abstechen des Torfes für den privaten Gebrauch begonnen wurde. Ärmere Familien benutzten den Torf im Winter zum Heizen. Eine Familie brauchte rund 10.000 Torfsoden. Ein Mann konnte in zehn Stunden 1500 Stück stechen. Meist wurde im Mai und Juni gestochen, damit der Torf bis zum Winter trocknen konnte. Die Torfmoorinteressenten gründeten sich 1955 zunächst als Genossenschaft und am 22. April 1965 als Verein. Dieser kümmert sich um das 128 Hektar große Moor, entkusselt es von störenden Pflanzen und pflegt die Wege. 185 Haushalte verfügen über 303 Flurstücke.

Niedersachsen ist auch ein Moorland

Niedersachsen ist nicht nur ein Autoland, sondern auch ein Moorland. 38 Prozent der Fläche ist Moor“, wusste Weil. Das sei auch im Hinblick auf den Klimaschutz von Bedeutung, denn Moore wirken als CO2-Speicher. „Sie betreiben hier Brauchtumspflege und privaten Naturschutz“, sagte der Ministerpräsident und lobte Cordes und die anderen Torfmoorinteressenten für ihr Engagement. Der Vorsitzende überreichte Weil die traditionellen Torfstich-Geschenke: einen Steinhuder Aal und eine Flasche Moorbock.

 

Von Anke Lütjens

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