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Stadt Wunstorf Politiker fordern Abbiege-Assistenten
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Politiker fordern Abbiege-Assistenten
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15:01 30.01.2019
Fahrlehrer Horst Grulke (von links) und die Kommunalpolitiker Frauke Meyer-Grosu und Thomas Silbermann machen sich für mehr Sicherheit beim Abbiegen von Lastwagen stark. Quelle: Albert Tugendheim
Wunstorf

Die SPD/CDU-Gruppe in der Regionsversammlung bringt gerade einen Antrag ein, nach dem alle Lastwagen der regionseigenen Betriebe mit so genannten Abbiege-Assistenten ausgerüstet werden sollten. Wunstorfs Ortsbürgermeister Thomas Silbermann appelliert zudem an alle Speditionsunternehmen am Logistikstandort Wunstorf, ihre Lkw-Flotten nachzurüsten.

Ziel dabei ist es: Unfälle vermeiden mit Hilfe von optischen und akustischen Signalen für den Lastwagenfahrer. Das Problem ist die mangelnde Sicht der Brummifahrer, wenn sie nach rechts abbiegen. Das Schlagwort lautet toter Winkel. Bei einem Pressetermin zeigte Fahrlehrer Horst Grulke das Problem aus der Fahrerkabine eines Fahrschul-Lastwagens sehr deutlich. Wenn ein Lkw-Fahrer nach rechts abbiegen will, dann sieht er mit herkömmlichen an der rechten Seite seines Transportes angebrachten Spiegeln nicht alle Radler oder Fußgänger, die sich auf einem Rad- oder Fußweg neben dem Lastwagen befinden. Die Folge können schwere Unfälle sein wie kürzlich in Lehrte, wo eine elfjährige Radlerin bei einem Abbiegeunfall tödlich verletzt wurde.

Region will eigene Lastwagen mit Abbiege-Assistenten aufrüsten

Die Wunstorfer Regionsabgeordnete Frauke Meyer-Grosu (SPD) sagte, dass es ein Verkehrssicherungskonzept bei der Region gebe. 45000 Euro stünden bereit, um regionseigene Lastwagen mit Abbiege-Assistenten nachzurüsten. Abfallentsorger Aha und die Üstra haben bereits angekündigt, dass sie ihre Fahrzeuge nachrüsten wollen. Dann reichen 45000 Euro aus dem Fördertopf der Region nicht aus, zumal auch Regiobus von der Notwendigkeit der Nachrüstung überzeugt werden solle. Der Förderetat könne aber aufgestockt werden, sagte Meyer-Grosu.

Was die Privatwirtschaft angehe, gebe es seit einigen Tagen ebenfalls ein Förderprogramm. Die Bundesregierung bezuschusse den Einbau der Assistenzsysteme mit 80 Prozent. Darauf verwies Kommunalpolitiker Silbermann, der als Fahrschulbetreiber selber einen Lkw angemeldet hat. Silbermann bezifferte die Kosten für die Nachrüstung eines Lastwagen mit 900 bis 1200 Euro. Am Geld dürfe die Verbesserung der Sicherheit nicht scheitern, darin sind sich die beiden SPD-Politiker einig.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat am Montag auf ein Problem verwiesen: Es gebe bislang kein Nachrüstungssystem mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis. Die Förderung des Bundes schreibe diese oder ein Gutachten vor, dass den Nachweis bestimmter technischer Voraussetzung der Systeme belege. Der Verband fordert seit 2014, dass alle Lastwagen mit Abiege-Assistenten ausgerüstet werden sollten. Silbermann sagte im Gespräch, dass diese Forderung bisher daran scheitere, dass auf eine EU-Lösung gewartet werde. Für ihn ist klar: Sein nächster Lkw bekommt einen Abbiege-Assistenten, obwohl ja immer ein Fahrlehrer auf dem Beifahrersitz sitzt.

Von Albert Tugendheim

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