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Stadt Wunstorf Projekt Treffpunkt Kinderwagen kommt gut an
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Projekt Treffpunkt Kinderwagen kommt gut an
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00:17 08.06.2019
Yasmin Linicus (Kirchenkreis Wunstorf), dahinter Schekiba Akbari und Hevron Baker (Stadt Wunstorf), mittig Lena Finch (Johanniter Wohnheim Luther Weg) im Gespräch mit der Ministerin Carola Reimann. Quelle: Sylke Heun/Johanniter
Wunstorf

An das erste Neugeborene im April 2018 im Luther Weg kann Lena Finch sich noch gut erinnern. „Die Frau aus Nigeria kam Anfang April zu uns, Ende April wurde das Kind geboren. Es war alles sehr aufregend“, sagt die Leiterin der Johanniter-Gemeinschaftsunterkunft am Luther Weg. Seitdem sind nicht nur weitere Säuglinge dazugekommen, sondern auch weitere Erkenntnisse, was schwangere Frauen mit Fluchterfahrung benötigen.

Im Mai wurde deshalb in Wunstorf das Kooperationsprojekt Treffpunkt Kinderwagen gegründet, das am Montag bei der sechsten Integrationskonferenz des Bündnis Niedersachsen packt an prominente Unterstützung bekam. Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann informierte sich bei Lena Finch und ihren kooperierenden Kolleginnen, Yasmin Linicus vom evangelischen Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf und Hevron Baker und Schekiba Akbari von der Stadt Wunstorf, über den transkulturellen Schwangerentreff. Reimann: „Frauen bauen Brücken und sind Vorbilder für ihre Kinder.“

Ministerin Reimann lobt das Projekt Treffpunkt Kinderwagen

Ziel des Treffpunkts ist es, über die Unterstützung der Mütter die Bildungs- und Teilhabemöglichkeiten der Flüchtlingskinder zu erhöhen. Jeden zweiten Mittwoch, 15 bis 17 Uhr, bekommen schwangere Frauen mit Migrationshintergrund in der Johanniter-Gemeinschaftsunterkunft am Luther Weg Informationen zum Gesundheitswesen in Deutschland und zu Hilfsangeboten für Schwangere.

„Manche Frauen wissen gar nicht, was eine Hebamme ist oder dass sie Anspruch auf finanzielle Hilfe haben", sagt Projektleiterin Finch, die die Unterkunft leitet. Andererseits würden die Frauen aus ihren Herkunftsländern mitunter bereicherndes Wissen zur Schwangerschaft und Geburt mitbringen, das hierzulande unbekannt ist. Das soll auch der Begriff „transkultureller Schwangerentreff" verdeutlichen – hier können alle voneinander lernen.

Vertrauen muss erst aufgebaut werden

„Wir haben viele Angebote für Schwangere in Wunstorf“, sagt Lena Finch. Aber um sie nutzen zu können, müssten bei den Frauen mit Fluchterfahrung zunächst Vertrauen auf- und Sprachbarrieren abgebaut werden. Das Ziel des Treffpunkts Kinderwagen ist es, werdende Mütter über lange Zeit zu begleiten und sie über die Schwangerschaft und Geburt hinaus über Themen wie Familienplanung und Verhütung, das deutsche Gesundheitssystem, Kinderbetreuung und berufliche Möglichkeiten zu informieren. Erste Interessenten gibt es bereits. In der Unterkunft am Luther Weg, in der zurzeit 104 Menschen aus 18 Nationen leben, stehen für August und September zwei Geburtstermine an.

Von Marleen Gaida

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