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Stadt Wunstorf Initiative zieht Antrag für Schulzentrum zurück
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Initiative zieht Antrag für Schulzentrum zurück
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19:00 23.05.2019
Das Schulzentrum Steinhude steht bald leer – die Neue Schule will es nicht mehr nutzen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Über den Antrag, in den Räumen des Schulzentrums Steinhude die Neue Schule einzurichten, hat der Schulausschuss am Mittwoch nicht befinden müssen: Die zuständige Initiative hatte ihre Forderung kurz zuvor zurückgezogen. Die Verwaltung hatte das Ansinnen aber ohnehin kritisch gesehen und den Politikern empfohlen, diesem nicht zuzustimmen. „Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entscheiden“, sagte Lars Dietrichkeit, einer der Initiatoren des Antrags. Mittlerweile ist die Betreibergesellschaft der freien Schule aber in aussichtsreichen Verhandlungen über ein Gebäude außerhalb von Wunstorf. Auf der Interessentenliste stehen derzeit 52 Schüler.

Aus dem Schulzentrum soll nach der Entscheidung der Landesschulbehörde bereits nach den Sommerferien die Außenstelle des Hölty-Gymnasiums ausziehen und dann für zunächst drei Jahre die Räume am Luther Weg nutzen, weil der Hauptstandort an der Hindenburgstraße derzeit noch nicht genug Platz bietet. Von der neuen Außenstelle in der Nähe versprachen sich die Schulgremien ein besseres Schulleben als mit dem weiter entfernten Ableger in Steinhude. Die notwendige Abschaffung der beiden Schulbezirke des Gymnasiums beschloss der Ausschuss ohne Diskussion.

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Für die anstehenden Aufgaben mit den Umbauten wird wichtig sein, dass die Schulleitung sich komplettiert. Schulleiter Thomas van Gemmern will zum Schuljahresende aufhören, das Verfahren für seine Nachfolge läuft noch. Für die schon länger vakante Stellvertreter-Stelle werden sich in der nächsten Sitzung des Schulvorstandes vier Kandidaten vorstellen, davon zwei aus dem Kollegium. Außerdem wird auch die Stelle des Oberstufenkoordinators frei.

Bisher hatte die Evangelische IGS die Unterrichtsräume am Luther Weg genutzt. „Sie hat sie mittlerweile aber geräumt“, sagte der Erste Stadtrat Carsten Piellusch im Ausschuss. Der Umbau des älteren Gebäudes im Schulzentrum An der Aue ist weitgehend abgeschlossen – bis auf einige Restarbeiten in Pausenbereichen und Treppenhäusern. Die bisher dort aufgestellten Container können jetzt auch anders genutzt werden.

Schulwald entsteht an Hallenbad

Gemeinsam mit der Otto-Hahn-Schule hat die Gesamtschule auch an der Idee eines Schulwalds gearbeitet, die nun realisiert werden kann. „Östlich des Hallenbads können dafür eventuell im Herbst schon die ersten Bäume gepflanzt werden“, sagte Piellusch. Die Schulen wollen den Wald dann auch für pädagogische Projekte einsetzen.

Zu den Feuchtigkeitsschäden in der Grundschule Kolenfeld berichtete Piellusch, dass die Ausschreibung läuft und in diesem Jahr die Probleme mit der aufsteigenden Feuchtigkeit beseitigt werden sollen. Im nächsten Jahr können die Räume dann wieder hergerichtet werden, damit die Schule sie benutzen kann. Derzeit muss sie teilweise auch auf Container zurückgreifen.

Abstimmung über Kita-Betreuung

Einstimmig und ohne Debatte hat der Ausschuss auch die geänderte Richtlinie für die Randstundenbetreuung in Grundschulen gebilligt. Nachdem die Plätze in den Kindergärten seit Beginn dieses Kita-Jahres für die Eltern beitragsfrei geworden sind, musste neu geregelt werden, dass auch in der Randstundenbetreuung der Gebührensatz für Geschwister nur dann halbiert wird oder ganz wegfällt, wenn für ein bis zwei Kinder der Familie zumindest ermäßigte Beiträge bezahlt werden.

Von Sven Sokoll