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Stadt Wunstorf Theater-AG des Hölty-Gymnasiums spielt das Stück „Weimar“
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Theater-AG des Hölty-Gymnasiums spielt das Stück „Weimar“
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16:37 29.05.2019
Für ihr neues Theaterstück „Weimar" verwandeln sich die Darsteller der Theater-AG des Hölty-Gymnasiums in Charaktere eines Computerspiels. Quelle: Anke Lütjens
Wunstorf

Sie haben im Stadtarchiv recherchiert und Boxtraining absolviert: Die Mitglieder der Theater-AG des Hölty-Gymnasiums namens Funk’n’Theater befassen sich in ihrem neuen Stück „Weimar“ mit der Weimarer Republik und leisten damit einen Beitrag zu der Reihe, die ein Arbeitskreis für Wunstorf entwickelt hat. Im Theaterstück geht es nicht allein um die politische Entwicklung, sondern auch um die Rolle der Frauen in dieser Zeit. Die Schüler haben Texte und Musik für das Stück selbst konzipiert. Premiere ist am Dienstag, 4. Juni, um 19.30 Uhr im Stadttheater. Eine weitere Aufführung ist am Donnerstag, 6. Juni, ebenfalls um 19.30 Uhr vorgesehen. Um 19 Uhr gibt es jeweils eine Einführung auf der Empore. Nach dem rund einstündigen Stück lädt die Gruppe zu einer Nachbesprechung ein.

Akteure werden zu Figuren im Computerspiel

Für „Weimar“ haben sich die Akteure unter Leitung von Inta Funkner in Charaktere eines Computerspiels verwandelt und erleben so auf moderne Weise und in Collagen diese Zeit. „Es ist ein gesellschaftskritisches Stück, das auch an einigen Stellen provoziert“, sagten die Darsteller. Die Zuschauer könnten viel für die heutige Zeit mitnehmen, es gebe viele Parallelen. Es entstehen aber auch einige verrückte Konstellationen und Situationen. „Verrückte“ Spielfiguren – was auch im übertragenen Sinn zu verstehen ist – mischen das Geschehen auf, weshalb das Spiel hin und wieder kurz vor dem Absturz steht.

Parallelen und Unterschiede entdecken

Ist es möglich, diese Zeit wieder aufleben zu lassen? Welche Parallelen lassen sich zur heutigen Zeit ziehen, und welche Verschiebungen haben stattgefunden? Diese Fragen spielen in „Weimar“ eine große Rolle. Auf diese Weise entdecken die Darsteller Ähnlichkeiten in der politischen Auseinandersetzung, vor allem aber die Zunahme rechter Umtriebe. Es geht auch um körperliche Wahrnehmung – damals und heute in unterschiedlicher Nuancierung. Zudem sind häusliche Gewalt und Machtmissbrauch auch jüngst wieder ins Bewusstsein gerückt sind, gerade durch #MeToo.

Es geht um das Leben der Frauen

Die Schüler proben von Ende August bis Anfang Juni. Die Techniker kümmern sich um Ton, Licht und Bühnenbild. Viele der Requisiten sind selbst gemacht. Der Fokus, dem die Szenen der Collage haben, ist das Leben der Frauen. Dabei geht es nicht um Glamour, sondern um die Schattenseiten eines Frauenlebens. Die Darsteller erkunden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Gegenwart. Mit der Vermischung von Realität und virtueller Welt vermischen sich auch die Zeiten und werden als eine neue Spielrealität erfahren.

Karten kosten 2,50 Euro. Sie sind im Vorverkauf in der Pausenhalle des Gymnasiums sowie im Bücherparadies erhältlich. Am Sonntag, 16. Juni, spielt die Theater-AG das Stück beim Festival „Jugend spielt für Jugend“ im Ballhof Eins in Hannover.

Von Anke Lütjens

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