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Stadt Wunstorf Veranstaltungsreihe prangert Gewalt gegen Frauen an
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11:45 07.11.2019
Die Gleichstellungsbeauftragte Sandra Werner (von links), Künstlerin Petra Freese und Sabine Thatje-Körber vom Künstlerinnenkollektiv haben das Veranstaltungsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ auf die Beine gestellt. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist Anlass für eine ganze Reihe von Veranstaltungen auch in Wunstorf. Seit 1981 machen Menschenrechtsorganisationen am 25. November auf Zwangsprostitution, Vergewaltigung und häusliche Gewalt aufmerksam. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wunstorf, Sandra Werner, hat sich für ihr Aktionsprogramm rund um dieses Datum in diesem Jahr Kooperationspartnerinnen mit ins Boot geholt.

Künstlerinnenkollektiv zeigt 19 Werke in der Abtei

Das Künstlerinnenkollektiv zeigt in Wunstorf die Wanderausstellung „getragen-tragen-ertragen“. Am Sonnabend, 23. November, wird die Ausstellung in der Abtei, Wasserzucht 1, um 15.15 Uhr von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt eröffnet. Einführende Worte spricht HAZ-Mitarbeiterin und Kunsthistorikerin Jutta Grätz. Zu sehen sind 19 Werke von acht Künstlerinnen verschiedener Nationalitäten, wie Initiatorin Sabine Thatje-Körber erläutert. „So vielfältig, wie die Frauen sind, ist auch die Ausstellung“, verspricht die Garbsenerin. Die Künstlerin Petra Freese stellt zwei Druckgrafiken aus. „Eine zeigt die Spannung zwischen Gut und Böse und die Frau als Opfer“, erläutert die Steinhuderin. „Die Hand, die streichelt, schlägt auch.“

Fiktives Tagebuch einer Frauenrechtlerin

Eine recht deutliche Sprache sprächen etwa Bilder von syrischen Frauen, die von Zwangsehe, Missbrauch und Vergewaltigung zeugen. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten die Künstlerinnen die Lebensumstände, in denen immer noch viele Mädchen und Frauen weltweit leben. Eine Besonderheit ist ein fiktives Tagebuch von Frauenrechtlerin Israa el Ghomgham, die in Saudi-Arabien inhaftiert wurde. Besucher können sich täglich um 15 Uhr kostenlos durch die Ausstellung führen lassen. Termine können auch unter Telefon (05131) 46 57 64 oder per E-Mail an sabine.thatjekoerber@freenet.de vereinbart werden. Die Ausstellung ist bis Montag, 2. Dezember, täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Vortrag über Bedeutung der UN-Frauenrechtskonvention

Am Montag, 2. Dezember, besteht ab 17 Uhr für Besucher des anschließenden Vortrags eine letzte Gelegenheit, an einer Führung teilzunehmen. Antje Gothe, freie Dozentin für politische Bildung, stellt ab 17.30 Uhr die Frage „Ein internationaler Vertrag für Frauen in Wunstorf – wozu?“. In ihrem Vortrag stellt sie wichtige Punkte der UN-Frauenrechtskonvention vor. Sie erklärt, was dieses Abkommen für Frauen vor Ort bedeutet. Ein wesentlicher Aspekt sei die Definition von Diskriminierung, auf die die Referentin so eingehen werde, dass man sie „mit nach Hause nehmen“ und im Alltag anwenden könne, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

Mit Menschenkette gegen Gewalt an Frauen

Ein sichtbares Zeichen soll am Montag, 25. November, ab 16.30 Uhr eine Menschenkette an der Langen Straße setzen. Die Gleichstellungsbeauftragte fordert nicht nur Frauen, sondern auch Männer und Kindern auf „Nein zu Gewalt an Frauen“ zu sagen. Treffpunkt ist am Brunnen vor dem Ratskeller. Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt und die Frauenberatungsstelle Frauen für Frauen stellen anschließend ihre Arbeit an einem Infostand am Brunnen vor.

Schauspielerin schlüpft in verschiedene Frauenrollen

Mit ihrer Solodarstellung „Das Jagdgewehr“ von Yasushi Inoue ergänzt Schauspielerin Floriana Sommerauer das Veranstaltungsprogramm. Dabei schlüpft sie am Dienstag, 26. November, im Stadttheater Wunstorf, Südstraße 8, in drei verschiedene Frauenrollen. Beginn ist um 19.30 Uhr. Fasziniert vom Gewehr auf dem Rücken eines Jägers schreibt ein Schriftsteller das Gedicht „Das Jagdgewehr“. Der Jäger erkennt sich in den Zeilen wieder. Er schickt dem Dichter daraufhin die Abschiedsbriefe dreier Frauen, die sein Leben geprägt haben. Karten sind im Vorverkauf für 11,70 Euro in der Buchhandlung Weber, Lange Straße, sowie über Proticket erhältlich. An der Abendkasse kosten sie 13 Euro.

Von Rita Nandy

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