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Stadt Wunstorf Wilhelmstein: Fürstenhaus will mit Land, Region und weiteren Partnern Tourismus ankurbeln
Aus der Region Region Hannover Stadt Wunstorf Wilhelmstein: Fürstenhaus will mit Land, Region und weiteren Partnern Tourismus ankurbeln
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17:07 12.11.2019
Das touristische Potenzial des Wilhelmsteins soll stärker ausgeschöpft werden. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Für die weitere Entwicklung der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer will das Fürstenhaus Schaumburg-Lippe als Eigentümer unter anderem mit der Region Hannover und dem Land Niedersachsen eine Kooperation eingehen. Nach Einschätzung der Regionsverwaltung fehlen derzeit gemeinsame Perspektiven für die touristische Entwicklung. Die Regionsversammlung soll der engeren Zusammenarbeit am 17. Dezember zustimmen.

Die künstliche Insel hat Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe ab 1761 als Standort einer Festung errichten lassen, die auch der hessischen Belagerung 1787 standhielt. Später diente sie als Anlage dem selbstständigen Staat noch als Gefängnis. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Ausflügler auf die Insel, heute sind es mehr als 80.000 im Jahr. Während der Rest des Steinhuder Meeres mittlerweile dem Land Niedersachsen gehört, wird die Insel nach wie vor von der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg verwaltet.

Hofkammer hat investiert

Diese hat seit 2005 viel Geld in die neun historischen Gebäude um die eigentliche Festung herum gesteckt. Seitdem können Besucher dort auch übernachten. Neben der Gastronomie und einem Inselladen gibt es auch einen Ausstellungsraum des Naturparks. Und in der Festung können Brautpaare in einem Trauzimmer der Stadt Wunstorf auch die Ehe eingehen.

Das Potenzial des Wilhelmsteins soll stärker gehoben werden. Quelle: Sven Sokoll

„Ende 2018 wurde erstmals durch den Eigentümer der Festungsinsel, der fürstlichen Hofkammer des Fürsten zu Schaumburg-Lippe, das Gespräch mit Vertretern des Landes, der Region Hannover sowie der Stadt Wunstorf gesucht, um Möglichkeiten einer gemeinschaftlichen Betriebslösung zu suchen“, heißt es in der Vorlage für die Regionspolitik, die am 17. Dezember beschlossen werden soll. Hintergrund ist das Problem, dass die Kosten für die Infrastruktur bei einer Insel besonders hoch sind. Und die Höhe der Einnahmen auf der Insel schwankt stark, je nach dem Wetter.

Potenzial wird nicht ausgeschöpft

Damit die Besucher die Insel als attraktives Ausflugsziel erleben können, müssen mehrere Akteure zusammenwirken. Dazu zählen neben der Hofkammer die Domänenverwaltung des Landes, der Naturpark, die Tourismusgesellschaften für das Steinhuder Meer und das Schaumburger Land, die Naturschutzbehörde, die Steinhuder Personenschifffahrt und die Inselgastronomie. Bislang fehlt es aber an einem gemeinsamen Tisch, an dem touristische Nutzung der Insel gemeinsam geordnet werden kann. Deshalb ist das Angebot nach dem Eindruck vieler veraltet. „Bestehende Potenziale werden nur unzureichend ausgeschöpft“, heißt es in der Vorlage.

Im Lauf dieses Jahres haben die Institutionen sich weiter getroffen und die Absicht bekundet, den Tourismus auf der Insel gemeinsam weiter zu entwickeln. Dazu sollen neue Strukturen gefunden werden. Die Hofkammer bleibt zwar Eigentümer und für den Unterhalt der Insel verantwortlich. Doch die anderen Partner haben signalisiert, sich anteilig selbst auch mit Geld für die weitere Entwicklung zu beteiligen.

Vertrag wird nächstes Jahr verhandelt

Den Kooperationsvertrag soll die Hofkammer nach den bisherigen Gesprächen nun mit dem Land, der Region Hannover, den Landkreisen Schaumburg und Nienburg und der Steinhuder Meer Tourismus GmbH schließen. Punktuell können auch weitere Partner hinzugezogen werden. Das Ziel ist ein zukunftsfähiges Konzept für die Insel, das sich in den gesamtem Tourismus am Steinhuder gut einpasst. Dafür sollen unter anderem die Ausstellungen überarbeitet werden.

Zu prüfen ist auch, für welche weiteren Angebote sich die Insel eignet. Die Partner sollen sich auch um Fördergeld bemühen und die Insel in die bestehenden Naherholungsrouten und Kulturreihen in der Region integrieren. Im Lauf des nächsten Jahres werden die Details des Vertragswerks erarbeitet, falls die Politik jetzt zustimmt.

Von Sven Sokoll

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