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Uetze Zehn Heimatvereine ziehen an einem Strang
Aus der Region Region Hannover Uetze Zehn Heimatvereine ziehen an einem Strang
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00:16 15.05.2017
Von Friedrich-Wilhelm Schiller
Peter Doms (vorn) vom Heimatbund Uetze unterschreibt den Kooperationsvertrag. Henning Rase (von links, Heimatverein Dollbergen), Horst Wildhagen (Heimatverein Eltze) und die Regionalmanagerin der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue, Gudrun Viehweg, schauen ihm über die Schulter. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Uetze/Dollbergen/Eltze

Geplant sind die Beschilderung historischer Gebäude und historischer Orte, eine gemeinsame Internetseite und ein Film über die Vereine. In jeder Ortschaft sollen nach den Angaben der Regionalmanagerin für die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue, Gudrun Viehweg, zunächst einmal zehn Informationstafeln aufgestellt werden. Der Uetzer Heimatbund hat zum Beispiel den Hindenburgplatz und die Mühle Amme als Standorte für die Tafeln vorgeschlagen. "Der Hindenburgplatz liegt zentral im Ort", sagt Peter Doms, Chef des Heimatbunds Uetze. Außerdem sei dort der große Brand 1863 ausgebrochen, der fast das ganze Dorf vernichtete. "Die Mühle Amme ist ein Beispiel dafür, wie ein historisches Gebäude anders genutzt werden kann", erläutert Regionalmanagerin Gudrun Viehweg. Die Mühle ist heute eine betreute Wohnanlage für Senioren.

Schilder sollen nach Viehwegs Worten auch an Orten stehen, die früher einmal eine Bedeutung hatten, die nicht mehr erkennbar ist. So will der Uetzer Heimatbund im Frühlingswald darauf aufmerksam machen, dass dort einmal ein Ziegelei stand. "Wir haben vor, auf eine alte Bewirtschaftungsform in der Fuhse-Niederung, die Stauwiesen, aufmerksam zu machen. Es gab in Dollbergen mal eine Staugemeinschaft der Landwirte", berichtet Henning Rase, Vorsitzender des Dollberger Heimatvereins. Die Fuhse wurde früher gestaut, um die angrenzenden Wiesen zu bewässern.

Nach Rases Ansicht kann man am Beispiel des Blauen Hauses in Dollbergen die Situation der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg und in heutiger Zeit verdeutlichen. Das Blaue Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Behelfsschule gebaut, um damals die Flüchtlingskinder beschulen zu können. Nach der Flüchtlingskrise war das Gebäude bis Anfang dieses Jahres Notunterkunft für Asylsuchende.

Der Eltzer Heimatverein will unter anderem die früheren Schulen des Dorfes beschildern, die 1876, 1886 und 1951 gebaut worden sind. "Sie sind heute Wohnhäuser", sagt der Vorsitzende Horst Wildhagen. Wo die alten Schulgebäude stehen, wisse heute kaum noch jemand.

"Gemeinsam erzielt man mehr Aufmerksamkeit", gibt sich Viehweg überzeugt. Daher soll es einen gemeinsamen Internetauftritt und einen gemeinsamen Film geben, der etwa zwei bis drei Minuten dauern und ins Netz gestellt werden soll. Viehweg will bis zum Jahresende für alle drei Projekte Förderanträge ausarbeiten, "damit wir im nächsten Jahr in die Umsetzung gehen können." Grundsätzlich kommt eine Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union in Betracht. Viehweg will aber sehen, ob die Heimatvereine für ihre Vorhaben eventuell aus anderen Fördertöpfen mehr Geld bekommen.

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